Landeanflug auf ParisBoeing 777 von Air France reagiert nicht auf Eingaben der Piloten

Beim Landeanflug auf nur noch 350 Metern Höhe reagierten die Geräte im Cockpit einer Boeing 777 nicht mehr auf die Eingaben der Piloten. Jetzt ermitteln die Behörden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Zu Beginn hört es sich an wie die Routine bei einem Landeanflug. Die Piloten der Boeing 777 von Air France, die auf Flug AF11 aus New York kommen, erhalten am 5. April die Freigabe für die Landung auf Piste 26L in Paris Charles de Gaulle. Doch dann ist zu hören, wie etwas plötzlich gar nicht mehr gemäß der Routine zu laufen scheint.

Man hört auf der Aufnahme des Funks, wie einer der Piloten physisch mit den Kontrollen des Flugzeugs zu kämpfen scheint. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Langstreckenflieger auf einer Höhe von 1500 Fuß (457 Meter). «Air France 11?», fragt der sichtlich besorgte Lotse. «Ich melde mich wieder», antwortet der Pilot. Der Tower weist die Crew daraufhin an, den Landeanflug sofort abzubrechen, was aus dem Cockpit auch bestätigt wird. Doch ganz scheint die Situation noch nicht unter Kontrolle zu sein.

Zweite Landung glückte

Das Flugzeug sinkt am tiefsten Punkt auf nur noch 350 Meter. Nach einer Weile meldet sich das Cockpit wieder. «Wir sind durchgestartet und bleiben auf 4000 Fuß», heißt es, die Stimme wieder ruhiger. Alle Starts unter ihnen seien gestoppt, so der Lotse. Einige Minuten später spricht der Pilot von «einem Problem mit der Flugsteuerung», bevor er deutlich sagt, das Flugzeug habe «so ziemlich alles falsch gemacht.» Es habe nicht mehr reagiert.

Im zweiten Anlauf glückte die Landung des Jets mit dem Kennzeichen F-GSQJ auf Piste 26R ohne Probleme. Die Airline bestätigt, dass es einen «technischen Zwischenfall» gab. Man verstehe und bedauere die Unannehmlichkeiten für die Kundinnen und Kunden.

Behörde ermittelt

Am Mittwoch (6. April) kündigte schließlich die Untersuchungsbehörde BEA (Bureau d'Enquêtes et d'Analyses pour la Sécurité de l'Aviation civile) in einer Pressemitteilung an, eine Ermittlung einzuleiten. Die Behörde spricht von einem «schweren Zwischenfall», unter anderem mit «Instabilität der Flugsteuerung im Endanflug».

Im Video oben können Sie selber die Aufnahme des Funks hören.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Air France: Sicherheitslandung in Basel.

Air France: Mayday in Basel

Pisten 09L und 09R des Flughafens Paris-Charles de Gaulle: Es war knapp.

Boeing 787 überflog Airbus A320 mit 90 Meter Abstand

ticker-boeing-1

Boeing steigt aus Wettbewerb um neuen Jet-Trainer der US Navy aus

ticker-boeing-1

Boeing rüstet MQ-28 Ghost Bat für größere Reichweite und höhere Feuerkraft auf

Video

Die Alternativroute für Project Sunrise: Sie führt am Nordpol vorbei.
Wenn die australische Fluggesellschaft ab 2027 nonstop zwischen Sydney und London fliegt, führt ein Teil der Flüge über eine der entlegensten Regionen der Erde. Die nördliche Alternativroute über die Polarregion bringt Qantas mehr Flexibilität und den Passagieren außergewöhnliche Ausblicke.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.
Wizz Air bringt mit dem Popstar Inna einen Song heraus. Wizz Away soll zum Sommerhit werden. Die Kombination Fluggesellschaft und Musik ist nicht neu. Ein Überblick von Fantasiesprache über Kerosin im Blut bis zu Mr. Trololo.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350-1000 ULR von Qantas: Spezieller Flieger für spezielle Route.
Mehr als zehn Jahre nach der Ankündigung steht der Starttermin fest: Ab Oktober 2027 wird die australische Fluglinie nonstop von Sydney nach London fliegen. Die ultralange Strecke knüpft an ein legendäres Kapitel der Geschichte von Qantas an.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin