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Saudische Boeing 747-8

Der weiße Geister-Jumbo hat Basel verlassen

Seit fast zehn Jahren stand eine weiße Boeing 747-8 ungenutzt am Schweizer Flughafen herum. Jetzt hat sie Basel verlassen. Ihre Zukunft bleibt ungewiss.

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Leserbild: Joel Basler

Die in Basel geparkte Boeing 747-8: Nur 42 Flugstunden auf dem Buckel.

Ein gutes Geschäft war dieser Kauf wahrlich nicht. In der zweiten Hälfte der Nullerjahre bestellte die Regierung Saudi-Arabiens eine fabrikneue Boeing 747-8. Damaliger Listenpreis: Rund 300 Millionen Dollar. Der Jumbo-Jet sollte dereinst Kronprinz Sultan Bin Abdulaziz durch die Welt fliegen. Im Juli 2012 lieferte Boeing den übergroßen Businessjet  aus.

Zuerst verblieb die saudische Boeing 747-8 einige Monate in den USA, dann wurde sie nach Basel/Mulhouse/Freiburg überführt. Dort hätte sie ihre Luxuskabine eingebaut bekommen sollen. Doch VIPs hat die Maschine seither nie befördert. Denn der saudische Thronfolger und Eigentümer des VVIP-Jets verstarb 2011.

Von Basel in die Wüste Arizonas

Die Boeing 747-8 mit der Seriennummer 40065 und einer weißen Lackierung stand daher fast zehn Jahre ungenutzt am Euro Airport herum. Nur 42 Flugstunden sie bis dahin angesammelt. Jetzt aber hat sie den Flughafen verlassen. Zuvor hatte sie im März einige Tests am Boden absolviert und Anfang April einen Testflug.

Am Freitag (15. April) flog sie vom Schweizer Flughafen zum Pinal Airpark. Dort, in der Wüste Arizonas, befindet sich einer der größten Flugzeugfriedhöfe der Welt. Was mit ihr dort geschieht, ist unklar. Möglich ist, dass sie ausgeweidet wird und ihre Ersatzteile danach verkauft werden.

Im Treuhandbesitz der Bank of Utah

Oder das Flugzeug wird im wärmeren Klima nochmals eingelagert. Klar ist, dass der Besitzer einen großen Abschreiber vornehmen muss, sollte er es noch verkaufen können. Der Restwert einer Boeing 747-8 beträgt gemäß dem Luftfahrtdatenanbieter CH Aviation aktuell gerade noch zwischen 42 und 45 Millionen Dollar.

Wem genau das Flugzeug aktuell gehört, ist nicht klar. Sultan Bin Abdulaziz hatte es einst über die Bank of Utah als Treuhänderin übernommen. Daher trug es auch das amerikanische Kennzeichen N458BJ.



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