Lufthansa bietet seit zwei Jahren kostenpflichtige Snacks: Der Konzern spart seit der Umstellung 47 cent pro Passagier.

Onboard DelightsBezahlessen beschert Lufthansa Millionen - und 47-Cent-Einsparung

Die Airline-Gruppe setzt seit zwei Jahren auf Europastrecken auf kostenpflichtige Speisen und Getränke. Lufthansa Group spart dabei 47 Cent pro Passagier – generiert aber neue Einnahmen. Es geht um Millionen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Man biete «ein hochwertiges Speisenangebot mit frischen, erlesenen Zutaten». Und damit wolle man begeistern und individuelle Wünsche erfüllen, so Lufthansa über ihr Angebot Onboard Delights. Mit ihm ersetzte die deutsche Airline vor zwei Jahren die Gratis-Verpflegung.

Die Lufthansa-Gruppe folgte damit einem Trend, den Netzwerkfluggesellschaften weltweit von den Billigfliegern übernommen haben. Sie bieten Economy-Reisenden auf der Kurz- und Mittelstrecke statt kostenlosen Snacks zunehmend hochwertigere Speisen und Getränke gegen Bezahlung an. Bei Lufthansa erhält jeder Passagier nur noch eine Flasche Wasser und ein Stück Schokolade gratis.

Bezahlessen kostete 88 Cent pro Passagier

Austrian Airlines nennt das entsprechende Angebot Austrian Melangerie, Swiss spricht von Swiss Saveurs und bei Lufthansa sind es Onboard Delights. Die deutsche Fluggesellschaft betonte bei der Einführung 2021, dass man damit den Wünschen der Kundinnen und Kunden nachgekommen sei, die sich ein höherwertiges Angebot wünschten. Zudem schone es die Umwelt, weil weniger Lebensmittel weggeworfen werden müssen. Um 45 Prozent konnte beispielsweise Lufthansa vergangenes Jahr den Anteil der weggeworfenen Produkte reduzieren, die im Müll landeten.

Der Konzern spart mit dem Bezahlangebot aber auch Geld. Konkret sind es 47 Cent pro Passagier und Flug. Lagen die Kosten für Essen und Getränke bis zur Umstellung bei 80 Cent pro Passagier, sind es jetzt noch 33 Cent. Ein Aktionär hatte sich auf der Hauptversammlung von Lufthansa in der vergangenen Woche nach den Stückkosten erkundigt. Und der Konzern gab bereitwillig Auskunft, wie das Portal Frankfurtflyer berichtet.

Umstellung bringt Millionen Euro an Einnahmen

Das Einsparpotenzial von ein paar Millionen Euro ist dabei allerdings nur ein Aspekt. Denn gleichzeitig verdient der Konzern mit dem kostenpflichtigen Essens- und Getränkeangebot Geld. Jeder zahlungswillige Reisende gibt im Durchschnitt 8,65 Euro aus. Im vergangenen Jahr erzielte Lufthansa dadurch rund 4,9 Millionen Euro an Einnahmen, wie dem Aktionär erklärt wurde. Insgesamt kommt also eine Ergebnisverbesserung im zweistelligen Millionenbereich zustande.

Um den Foodwaste weiter zu reduzieren und den Umsatz zu steigern, kündigte Lufthansa am vergangenen Donnerstag (11. Mai) die Initiative Onboard Delights Last Minute an: Fluggäste haben die Möglichkeit, auf allen Flügen nach Frankfurt und München, auf denen Bezahlessen angeboten werden, kurz vor der Landung Frischeprodukte, die nicht verkauft wurden, zum günstigeren Preis von einheitlich 3,50 Euro zu erwerben und mitzunehmen.

Mehr zum Thema

Das gibt es jetzt auf Lufthansa-Flügen zu kaufen: Birchermüsli ...

Seit heute kosten Essen und Getränke bei Lufthansa

Boeing 777 von Alitalia: Die Langstrecke soll gestärkt werden.

So will Alitalia wieder gesund werden

Lufthansa-Service: Das Essen bleibt im Angebot.

Kein Gratis-Schnaps mehr auf der Lufthansa-Langstrecke

Flugzeuge von Emirates und Lufthansa: Nur eine von beiden Airlines hat Grund zur Freude.

Lufthansa kritisiert zusätzliche Verkehrsrechte für Emirate: «Bundesregierung schießt zu viele Eigentore»

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack