Boeing 777 von Alitalia: Die Langstrecke soll gestärkt werden.

Mehr Sitze, weniger EssenSo will Alitalia wieder gesund werden

Alitalia muss sich neu erfinden, um nicht unterzugehen. Die Airline plant mehr Sitze in den Fliegern, kein Gratisessen mehr und muss Stellen streichen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Von einer angeblichen Ertragsperle zur Pleitekandidatin – das ging bei Alitalia plötzlich sehr schnell. Nachdem es lange geheißen hatte, die Fluggesellschaft werde 2017 schon Gewinn schreiben, mussten Banken Ende 2016 mit einem Überbrückungskredit einspringen, um die Airline am Leben zu halten. Schon da war klar: Es steht ein harter Sparkurs an.

Nun hat der Verwaltungsrat der Fluggesellschaft einen Sanierungsplan verabschiedet. Laut dem am Mittwochabend (15. März) veröffentlichten Plan soll schon 2019 wieder ein Gewinn unter dem Strich stehen. Bis dahin will die Fluggesellschaft auch eine Milliarde Euro an Kosten einsparen. Der Umsatz soll in derselben Zeit um 30 Prozent von 2,9 Milliarden auf 3,7 Milliarden Euro steigen.

Kleinere Flotte

Daher kommt es an diversen Stellen zu Einschnitten. Zum Einen reduziert Alitalia die Flotte um 20 Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge. Zusätzlich soll es auch zu Stellenstreichungen kommen. Das werde man in enger Absprache mit den Gewerkschaften tun, teilt Alitalia mit.

Das Ziel, so Geschäftsführer Cramer Ball, müsse sein, die profitablen Langstreckenflüge zu stärken. Das gehe aber nicht, wenn die Europaflüge nicht mit der Konkurrenz mithalten. «Die meisten unserer Kunden fliegen auf Europastrecken und steigen dann in Langstreckenflieger um. Wenn wir dort gegen die Billigflieger verlieren, dann haben wir überall verloren.»

Mehr Sitze und kein Gratisessen

Daher soll das Geschäftsmodell dementsprechend angepasst werden. Alitalia baut mehr Sitze in die Flugzeuge und überarbeitet auch das Bordkonzept. In Zukunft plant die Airline ein «Buy on Board»-Konzept. Das heißt: Es gibt kein Gratisessen mehr. Denselben Weg gingen auch Air Berlin und zuletzt British Airways.

Auch neue Tarife sollen eingeführt sein. Details dazu gab Alitalia noch nicht bekannt. Bei der Konkurrenz haben sich aber Handgepäck- oder Oneway-Tarife bewährt.Die Langstreckenflüge würden «Full Service» bleiben, so Ball. Zusätzlich sollen sie mit Internet und einem neuen Unterhaltungssystem ausgestattet werden.

Neue Verträge mit Zulieferern

Um die Kosten zu senken werde man außerdem mit Zulieferern neue Verträge verhandeln müssen, so Cramer Ball. In Italien hätten Billigflieger mit 47 Prozent den größten Marktanteil in Europa. Das müsse sich auch in den Kosten niederschlagen, die man für Dinge wie Catering, Wartung oder Flughafenservices zahlt.

Mehr zum Thema

ticker-alitalia

Die letzten 1900 Angestellten von Alitalia haben die Kündigung erhalten

Airbus A320 von ITA AIrways, der noch die alte Lackierung trägt: Wie schnell kehrt die Marke zurück?

Wird aus ITA al-ITA-lia?

Ehemalige Alitalia-Jets am Flughafen  Rom-Fiumicino: Triebwerke sind noch dran.

Alitalias Ersatzteillager kommt unter den Hammer

Alitalia: Wie die Marke zurückkehrt, ist noch nicht bekannt.

Marke Alitalia: Die Frage ist nicht ob, sondern wie und wann

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin