«Bitte warten!» heißt es derzeit bei Austrian Airlines, wenn es um die dritte Boeing 787-9 geht. Die österreichische Lufthansa-Tochter investiert derzeit massiv in den Ausbau ihrer Flotte. Gerade auf der Langstrecke sollen in den kommenden Jahren insgesamt zwölf Dreamliner die in die Jahre gekommene Flotte aus Boeing 767-300 ER und Boeing 777-200 ER ablösen.
Allein in diesem Jahr sollen drei weitere Boeing 787-9 hinzukommen, wie Austrian-Airlines-Chefin Annette Mann kürzlich bestätigte. Es handelt sich dabei um Flugzeuge der Schwester Lufthansa, die insgesamt fünf ehemalige Flugzeuge von Hainan Airlines seit mehr als drei Jahren betreibt. Sie weisen noch die Kabine aus China auf und werden deshalb auch Hainansa-Dreamliner genannt.
Austrian Airlines passt Zeitplan leicht an
Wie eine Sprecherin von AUA bestätigte, befinden sich die Flugzeuge derzeit noch bei der deutschen Schwester im Einsatz. «Dank einer kleinen Anpassung im Zeitplan unterstützt Austrian Airlines Lufthansa dabei, diesen Dreamliner etwas länger zu betreiben», erklärt sie. Beide Fluggesellschaften hätten sich auf eine spätere Übergabe geeinigt, nachdem Lufthansa weiterhin Bedarf für das Flugzeug angemeldet habe.
Die erste Boeing 787-9 aus Lufthansa-Beständen - sie wird das Kennzeichen OE-LPG tragen - wird daher nicht wie ursprünglich geplant bereits im März an Austrian Airlines übergeben, sondern erst nach den Osterferien Anfang April. Anschließend geht das Flugzeug zunächst zum Wartungspartner Egat in Taipeh, wo die Kabine umgebaut wird. Danach erhält es im spanischen Teruel die rot-weiße Lackierung.
Einsatz der Boeing 787 ab Juni geplant
Trotz der Verzögerung soll der Zeitplan für den ersten Einsatz bestehen bleiben. Nach aktuellem Stand wird die zusätzliche Boeing 787-9 Ende Mai 2026 in Wien erwartet und einsatzbereit sein. Der erste Linienflug ist für den 1. Juni vorgesehen. Der Dreamliner wird von Austrian Airlines auf der Strecke Wien - Newark eingesetzt werden.
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