Die ersten im Juni 2009 geborgenen Opfer werden umgeladen: Makaberer Betrug.

Betrug mit Opfern von AF447

In Brasilien erschlich sich eine Bande Sozialleistungen, indem sie sich als Angehörige der Opfer von Flugzeugabstürzen ausgab.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die verdeckte Aktion trug den Namen «Mirage» und «Blackbox». Ende November stürmte die brasilianische Bundespolizei in diverse Häuser in der Millionenmetropole Rio de Janeiro und nahm dort zwanzig Menschen fest. Sie gehörten zu einer Bande, der vorgeworfen wird, mittels gefälschter Dokumente in 165 Fällen diverse Arten von staatlichen Leistungen erschlichen zu haben - darunter etwa Hinterbliebenenrenten oder Sozialhilfeleistungen. Insgesamt drei Millionen Real (rund 1,2 Millionen Euro/1,5 Millionen Franken) flossen so zwischen 2007 und 2011 illegal in die Kassen der Kriminellen. 17 der Beschuldigten wurden von der Polizei umgehend in Untersuchungshaft genommen.

Der Fall sorgte in Brasilien deshalb für Schlagzeilen, weil die Bande besonders skrupellos vorging. In Artikeln wurden die Kriminellen öffentlich als «Ratten» bezeichnet. Sie nutzten die schwersten Flugzeugkatastrophen des Landes für ihren Betrug: Der Absturz von Air-France-Flug AF447 im Jahr 2009, der Unfall einer Maschine von TAM am Flughafen São Paulo Congonhas im Jahr 2007 und der Zusammenstoß eines Jets von GOL mit einem Privatjet im Jahr 2006 über dem Amazonas. Sie wählten dazu aus den Opferlisten von drei Unglücken alle jene Personen aus, die keine Hinterbliebenen hinterließen. Dann fälschten sie Personalausweise, um sich als Angehörige der Opfer auszugeben. Mit der Hilfe korrupter Beamter konnten sie dann aus verschiedenen staatlichen Hilfstöpfen Gelder entwenden.

Fatale Jahre

Zwischen 2006 und 2009 erlebte Brasilien gleich drei fatale Flugzeugunglücke. Beim Absturz von AF447 kamen 228 Menschen ums Leben, darunter 59 Brasilianer. Der Unfall von Gol Flug 1907 kostete 156 Personen das Leben und bei Flug 3054 von TAM kamen 199 Menschen um. Davor lag der unrühmliche Rekord bei einem Fug von VASP, der 1982 137 Tote gefordert hatte.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-konzern-

Urteil zu Flug AF447: Airbus legt Berufung ein

Tragisches Unglück: Der Absturz von Flug AF447 im Jahr 2009.

Absturz von Flug AF447: Air France und Airbus schuldig gesprochen

ticker-air-france

Frankreichs Staatsanwaltschaft fordert Verurteilung von Air France und Airbus wegen Absturz von AF447

Ein Bild, das inzwischen zum Symbol für Unglücksflug AF 447 wurde: Leitwerk des abgestürzten Airbus A330 im Atlantik.

Airbus verteidigt sich vor Gericht gegen Vorwürfe im Fall AF447

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack