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Trip verschwindet

Nach der Fusion setzen die beiden brasilianischen Airlines auf den Namen Azul. So greifen sie Gol und TAM an.

Azul

Heckflosse von Azul: Das Logo bleibt, der Schriftzug ändert.

«Diese Fusion ist anders» sagt Kommunikationschef Gianfranco Beting. «Hier kommen zwei Unternehmen zusammen, die wuchsen». Gemeinsam werde man mit 840 täglichen Flügen, 116 Flugzeugen und 9000 Angestellten rund 15 Prozent des brasilianischen Marktes kontrollieren. Derzeit warten Azul und Trip noch auf das endgültige Okay der Wettbewerbsbehörden. Damit rechnet man bis Ende des Jahres. Schon ab Oktober werden sie aber per Codeshare miteinander fliegen. Im Mai hatten die beiden Fluggesellschaften ihren Zusammenschluss bekannt gegeben, um so zur neuen Nummer drei auf dem brasilianischen Markt zu werden.

Nun machen sie mit ihrer Integration ganz allgemein vorwärts. Die neue Nummer drei in Brasilien gab bekannt, dass man künftig nur noch unter dem Namen Azul fliegen werde. «Die Marktforschung ergab, dass das heute die Marke mit der größeren Ausstrahlung und darum in Brasilien und der Welt besser bekannt ist», so das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Sonst aber versucht das Management, das beste beider Unternehmen zumindest optisch zu vereinigen. Im Logo wird das U in hellem Blau gehalten, so wie Trip es vorher hatte. Und bei den Uniformen werden die technischen Angestellten die Arbeitsbekleidung von Azul bekommen, das Bodenpersonal die von Trip. Bei den Fliegenden fiel noch kein Entscheid.

Zusätzliche Slots in Guarulhos

Nach Abschluss der Übernahme wird Azul weiter die beiden führenden brasilianischen Fluggesellschaften Gol und TAM angreifen. Dies zeigt sich beispielhaft am Flughafen São Paulo Guarulhos. Momentan besitzen Azul und Trip dort 23 Landerechte. Nun wollen sie 20 weitere Slots. Die Anfrage richteten die Airlines bereits an die Aufsichtsbehörde Agência Nacional de Aviação Civil Anac.



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