Flieger von Austrian Airlines: Lange am Boden.

Einigung in ÖsterreichAustrian bekommt 600 Millionen und Öko-Auflagen

Österreichs Regierung und Lufthansa helfen Austrian Airlines mit einem 600 Millionen Euro schweren Corona-Paket. Die Lufthansa-Tochter erhält aber auch Auflagen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Schon am Freitag zeichnete sich eine Einigung ab, übers Wochenende wurde sie dann festgezurrt: Die österreichische Regierung und der Lufthansa-Konzern haben sich auf ein Corona-Hilfspaket in der Höhe von 600 Millionen Euro für Austrian Airlines verständigt.

300 Millionen Euro werden dabei als Kredit von einem österreichischen Bankenkonsortium unter Führung der Erste Group bereitgestellt. Die Regierung sichert den Kredit zu 90 Prozent ab. Je 150 Millionen Euro schießen der Staat und Lufthansa als Eigenkapital ein. Der Betrag ist wegen des früheren Neustarts kleiner als die ursprünglich veranschlagten 767 Millionen Euro.

Das sind die Öko-Auflagen für Austrian

Lufthansa gibt im Rahmen der Einigung eine Garantie für die österreichische Hauptstadt: «Zum Drehkreuz Wien haben wir ausverhandelt, dass es die Garantie gibt, dass es proportional gleich wächst wie die beiden Hauptflughäfen des Mutterkonzerns in Deutschland, Frankfurt und München», sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag (8. Juni) bei einer Pressekonferenz.

Die österreichische Regierung macht Austrian Airlines jedoch ökologische Auflagen. So verpflichtet sich die Fluglinie, Kurzstreckenflüge auf die Bahn zu verlagern, sofern eine adäquate Infrastruktur bereitsteht und die direkte Fahrt zum Wiener Flughafen weniger als drei Stunden dauert. Es soll allerdings garantiert werden, dass alle Flughäfen der Hauptstädte der Bundesländer an ein Lufthansa-Drehkreuz angebunden bleiben.

Mitarbeitende helfen bei Einsparungen

Weiter heißt es, der innerösterreichische CO2-Ausstoß soll bis zum Jahr 2030 halbiert werden. Austrian Airlines sichert zu, die Treibstoffeffizienz um 1,5 Prozent pro Jahr zu steigern und den durchschnittlichen CO2-Ausstoß pro 100 Passagierkilometer über die gesamte Austrian-Flotte von 9,55 auf 8,5 Kilogramm bis 2030 zu reduzieren. Im Vergleich zu 2005 soll der CO2-Ausstoß bis 2030 um 30 Prozent reduziert werden.

Austrian Airlines betont in einer Mitteilung den Rettungsbeitrag der Mitarbeitenden, die durch Verzicht unter anderem auf Gehalt rund 300 Millionen Euro einsparten. Ebenso bedeutsam sei der Anteil von über 1000 Geschäftspartnern und Lieferanten. «In neuen Vereinbarungen konnte das Auftragsvolumen um mehr als 150 Millionen Euro reduziert werden, teilweise über neue Vereinbarungen, teilweise durch Verzicht», so Austrian.

Drehkreuz Richtung Osteuropa

«Ich bin sehr erleichtert und dankbar, dass es uns gemeinsam gelungen ist, Austrian Airlines wieder startklar zu machen, sagt Alexis von Hoensbroech, Chef der Fluglinie. »Austrian Airlines wird ab 15. Juni 2020 nach fast drei Monaten am Boden wieder starten.» Bundeskanzler Kurz betont: «Österreich ist ein exportorientiertes Land, ein Tourismusland. Eine gute internationale Anbindung ist da entscheidend.» Der Staat bekommt als Gegenleistung für seine Unterstützung auch einen Sitz im Aufsichtsrat von Austrian Airlines.

Der Flughafen Wien begrüßt die Einigung. Man könne «mit der erzielten Einigung seine Rolle als Drehkreuz im Lufthansa-Verbund nach Osteuropa und vor allem auf der Langstrecke nachhaltig absichern und weiterentwickeln», schreibt der Flughafen.

Mehr zum Thema

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Österreich führt Mindestpreis für Flugtickets ein

Austrian fliegt im Juli wieder nach Bangkok, Chicago, New York und Washington

Austrian fliegt im Juli wieder nach Bangkok, Chicago, New York und Washington

Lufthansa-Flieger: Sollen für Liquidität sorgen.

Lufthansa will Hunderte Jets verkaufen und zurückleasen

angela zaunert freuher lufthansa

«Egal wie kurz der Flug war – der Passagier bekam etwas»

Video

copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack
03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin