Koch bei der Arbeit: AUA will ihre fliegenden Köche zurückbringen.

In der Business ClassAustrian Airlines bringt fliegende Köche zurück

Austrian Airlines rüstet beim Service auf. Die Fluggesellschaft sucht wieder fliegendes Kochpersonal.

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Fluggesellschaften stocken nach der Pandemie nicht nur Ziele und Frequenzen auf, auch der Service in den Premiumklassen nähert sich wieder dem Niveau von vor der Pandemie. An Bord von Austrian Airlines waren früher die Flying Chefs, also die fliegenden Köche, immer eine Besonderheit. Sie bereiteten auf jedem Langstreckenflug in der Business Class das Essen zu und erklärten den Reisenden, was genau sie vor sich hatten.

Mit Beginn der Pandemie blieben die fliegenden Köche am Boden. Ihre Aufgaben werden seither von Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern übernommen. Zwar hatte AUA-Chefin Annette Mann schon Mitte 2022 die Rückkehr der fliegenden Köche angekündigt. Aber nun scheint es konkret zu werden. So sind derzeit bei einem Personalvermittler Stellen als «Flying Chef/Koch» ausgeschrieben. Mit Einsatzort Wien.

Ausschreibung passt nur zu Austrian

Gesucht werden ausgebildete Köche mit «Berufserfahrung in der gehobenen Gastronomie» für Langstreckenflüge nach Asien und Nordamerika. Das passt perfekt zum Streckenportfolio der Lufthansa-Tochter - und nur zu ihr.

Angestellt sein werden die Köchinnen und Köche laut dem Inserat bei einem börsennotierten österreichischen Unternehmen «mit den Geschäftsfeldern Airline Catering, International Event Catering, Restaurants/Lounges und Hotels» - ziemlich sicher also beim Caterer Do&Co, der für das Essen an Bord der AUA zuständig ist.

 Kritik der Aua-Belegschaft

Abzuwarten bleibt, wie die Belegschaft die Änderung aufnimmt. Von dort gab es zuletzt Gegenwind gegen das Modell der Flying Chefs. Die Gewerkschaften kritisierten unter anderem, dass Flugbegleitende den Gast umfassender informieren können - nicht nur über kulinarische Aspekte. Auch hätten Do&Co-Köche keine sicherheitsrelevante Ausbildung, so Rainer Stratberger, AUA-Kapitän und Vorsitzender des Betriebsrates Bord, im Februar 2022 gegenüber aeroTELEGRAPH.

Das größere Problem war aber laut Stratberger, dass externe Köchinnen und Köche dem Kabinenpersonal von Austrian Airlines die Stellen auf der Langstrecke wegnehmen könnten. Gerade nach der Pandemie mit Kurzarbeit, einem Sparpaket und der Verkleinerung des Interkontinentalangebots sei das unverantwortlich. Austrian kann mit der offenbar jetzt geplanten Direktanstellung dieser Kritik entgegenwirken.

Details zu einem späteren Zeitpunkt

Austrian hält sich noch bedeckt, was Details zur Rückkehr der Flying Chefs angeht. Man werde zu einem späteren Zeitpunkt informieren, heißt es nur.

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