Flying Chef: Sie waren zusätzlich zu den Crews an Bord.

Business ClassHaben Austrian Airlines′ fliegende Köche ausgedient?

Das Cateringunternehmen Do&Co stellte der Airline Personal für den Essensservice an Bord zur Verfügung. In der Pandemie wurde er eingestellt. Es sieht nicht so aus, als würde Austrian Airlines ihn bald zurückbringen.

Top-Jobs

.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt
DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Bei Austrian Airlines gehörten sie viele Jahre zum Business-Class-Erlebnis auf der Langstrecke dazu: Die mehr als 60 fliegenden Köche, die vom Cateringunternehmen Do&Co gestellt wurden. Seit den Anfängen der Coronavirus-Krise müssen die Flying Chefs, so der offizielle Name, am Boden bleiben.

Mittlerweile passen zahlreiche Airlines ihren Service aber wieder auf ein Niveau von vor der Pandemie an. Bei Turkish Airlines etwa gibt es die Flying Chefs ebenfalls - und sie sind seit Monaten wieder auf der Langstrecke unterwegs. Doch bei Austrian kümmern sich weiterhin ausschließlich die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter um das kulinarische Wohlergehen der Gäste. Und die Flying Chefs könnten dauerhaft gegroundet bleiben.

AUA will abwarten

Bei Austrian Airlines hält man sich bedeckt darüber, wann und sogar ob die ausgebildeten Köche wieder im Interkontinentalverkehr unterwegs sein werden. «Es gilt abzuwarten, wie sich die Pandemie aber auch die wirtschaftliche Situation entwickeln, um über eine weitere Vorgehensweise entscheiden zu können», erklärte eine AUA-Sprecherin auf Anfrage von aeroTELEGRAPH.

Gegenwind für die "Flying Chefs" kommt aber nicht nur von Corona und ökonomischen Hürden, sondern auch von den Belegschaftsvertretern. Die Position per se könne zwar durchaus Sinn machen und das Produkt abrunden, erklärt etwa Rainer Stratberger, AUA-Kapitän und Vorsitzender des Betriebsrates Bord. «Der Kunde bekommt jedoch mit dem Einsatz des Do&Co-Kochs meiner Meinung nach einen Substandard geboten. Das können unsere Austrian Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter besser.»

Knappe Langstreckenpositionen

Als Begründung gibt der Belegschaftsvertreter an, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwei oder mehr Fremdsprachen beherrschen oder Berufsmatura im gastronomischen, touristischen oder kaufmännischen Bereich hätten. «Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter können den Gast an Bord über die gesamten flugrelevanten Belange Auskunft geben und nicht nur über kulinarische Aspekte. Do&Co-Köche haben keine sicherheitsrelevante Ausbildung», so Stratberger weiter.

Das größte Problem sei aber, dass die Köchinnen und Köche dem Kabinenpersonal die Stellen auf der Langstrecke wegnehmen könnten, so der Betriebsrat. Nach zwei Jahren Kurzarbeit, einem Sparpaket und der Redimensionierung der Interkontinentalrouten sei das zu befürchten, so Stratberger.

«Kein Verständnis»

Er sieht es auch problematisch, wenn Fremdpersonal eingesetzt würde, während Flight Attendants in Ausbildung, die «von heute auf morgen nach Hause geschickt wurden, auf der Wartebank sitzen bleiben müssen». Außerdem gebe es eine Menge an bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihre Stundenanzahl wieder erhöhen möchten. «Unter diesen Umständen jetzt Leiharbeiter einsetzen? Dafür habe ich null Verständnis und auch kein Austrian Mitarbeiter hat dafür Verständnis», so der Betriebsratschef.

Es zeichnet sich also nach der sehr zurückhaltenden Aussage der AUA-Pressestelle und des Widerstandes der mächtigen Belegschaftsvertreter derzeit nicht ab, dass sich die Do&Co-Köche in näherer Zukunft wieder um das leibliche Wohl an Bord der Business-Class-Passagiere kümmern werden.

Mehr zum Thema

So sehen die Speisen der Austrian Melangerie aus.

Bezahlverpflegung kostet Austrian Airlines fast eine halbe Million

Catering: Austrian Airlines verlängert bei Do & Co

Catering: Austrian Airlines verlängert bei Do & Co

ticker-austrian

Austrian Airlines übernimmt ersten A320 Neo mit Leap-Triebwerken und Starlink

DAT ATR 72 am Flughafen Linz: Die Auslastung der ersten vier Monaten lag deutlich unter den Erwartungen.

Flüge zwischen Linz und Frankfurt bleiben ziemlich leer

Video

airbus a321 neo lr la compagnie duesseldorf
Die französische Business-Class-Airline steuert erstmals einen deutschen Flughafen an. Ab April 2027 verbindet La Compagnie Düsseldorf mit Newark bei New York.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing 767 mit Amazon-Bemalung: Das Flugzeug schoss über eine Straße hinaus, der Flughafen wurde geschlossen.
Eine Boeing 767 F von 21 Air schoss bei der Landung am Flughafen Miami über das Ende der Piste hinaus und überquerte eine viel befahrene Straße. Aufnahmen zeigen Feuer und schwarzen Rauch am Frachter, der für Amazon Air unterwegs war. Es gibt fünf Verletzte und fünf Tote.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert