ATR 42 von Astra im Landeanflug auf Chios: Die Airline soll mit Jets aus China neu starten.

GriechenlandAstra Airlines soll mit Comac C919 neu starten

Offenbar will ein chinesischer Fonds die griechische Regionalairline neu beleben. Doch wenn man sich die Pläne für Astra Airlines anschaut, bleiben einige offene Fragen.

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Vielleicht geht alles schneller als gedacht. Nachdem die griechische Astra Airlines im vergangenen November den Betrieb einstellen musste, gab sie auch das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder AOC) ab. Zwar hieß es schon damals, ein Neustart sei geplant. Doch wenige glaubten daran.

Wie die Zeitung Kathimerini berichtet, waren tatsächlich vier ausländische Investoren an der griechischen Regionalfluggesellschaft interessiert. Es habe sich um Parteien aus China, Indien und den USA gehandelt. Mit einem der chinesischen Interessenten sollen die Gespräche sogar schon weit fortgeschritten gewesen sein.

Neustart mit neuer Flotte

Der Fonds mit Sitz in Shanghai hätte, so der Bericht, längst eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Nur sei das nicht möglich gewesen, weil der Ausbruch der Coronavirus-Epidemie für einen Ausnahmezustand in China sorgt. Die Pläne für die Wiederauferstehung von Astra Airlines scheinen aber schon ziemlich konkret zu sein.

So ist eine komplette Erneuerung der Flotte geplant, die aus zwei ATR 42, einer ATR 72 und einer BAE 146 besteht. Und zwar nicht mit europäischen oder amerikanischen Flugzeugen. Laut Kathimerini soll Astra mit Comac C919 neu starten. Bis zu 26 Flieger aus chinesischer Produktion sollen dazu bestellt werden. Damit werden auch längere Strecken möglich.

Viele offene Fragen

Allerdings gibt es zu den Plänen der Chinesen noch ein paar offene Fragen. Zunächst einmal sind die chinesischen Flugzeuge, die das Duopol von Airbus und Boeing angreifen sollen, noch gar nicht in Europa zugelassen. Wann genau das der Fall sein wird, ist unklar, vor allem nachdem sich das Projekt C919 zuletzt verzögerte.

Und: Laut der Zeitung plant der Fonds einen Kauf von «bis zu» 51 Prozent der Anteile. Doch das ist laut EU-Recht gar nicht möglich, wenn er wirklich in chinesischem Besitz ist. Vielleicht geht alles schneller als gedacht - oder vielleicht auch nicht.

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Die griechische Astra Airlines flog mit ATR 42, ATR 72 und BAE 146. Im November stellte sie aufgrund finanzieller Probleme den <a href="https://www.aerotelegraph.com/astra-airlines-stellt-betrieb-ein" target="_blank" rel="noopener">Betrieb ein</a> und gab ihr Luftverkehrsbetreiberzeugnis zurück.

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