Superjet von Armavia: Wegen Streit gegroundet

Armavia zu verkaufen

Die armenische Fluggesellschaft steckt in großen finanziellen Problemen. Nun soll sie verkauft werden. Angeblich gibt es schon Interessenten.

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Armeniens Nationalairline geht es nicht besonders gut: Im Frühjahr erst drohte die Fluggesellschaft mit dem Konkurs, falls der Flughafen Eriwan die Gebühren nicht senke. Sie konnte sich die Kosten einfach nicht mehr leisten. Schon lange kursierten angesichts der prekären finanziellen Lage Gerüchte, dass Armavia schon bald verkauft werde. Nun hat sich das bestätigt. Eine Sprecherin bestätigte, dass man sich auf der Suche nach einem Käufer befinde. Noch sei nicht klar, wer das sein könnte, aber es gebe schon mehrere Interessenten. In armenischen Medien jedoch wird schon heftig spekuliert, an wen die angeschlagene Airline gehen könnte.

Man habe mitbekommen, dass sich Eigner Mikhail Baghdasarov mit italienischen Geschäftsleuten unterhalten habe, schreibt etwa die Zeitung Panorama. Und vielleicht ist da durchaus etwas dran. Der argentinisch-armenische Geschäftsmann Eduardo Eurnekian wolle die Airline kaufen, heißt es andernorts. Er besitzt heute den Flughafen Swartnoz in Eriwan und war früher einmal Aktionär der italienische Volare.

Ende des Streits mit Sukhoi

Eine breitere Aufmerksamkeit auf Armavias Situation hatte sich kürzlich aus einem Streit mit dem Flugzeughersteller Sukhoi ergeben. Die Fluggesellschaft war der Erstkunde des neuen russischen Jets Superjet 100. Doch zufrieden zeigte Armavia sich nicht. Die Flieger seien nicht profitabel und bräuchte im Vergleich zu Konkurrenzmodellen zu viele Reparaturen, beschwerte man sich. Daher wolle man sie zurückgeben. Hersteller Sukhoi konterte, Armavia habe noch nicht einmal alle Zahlungen geleistet, zu denen sie verpflichtet sei. Mit der Begründung wolle sie nur davon ablenken, dass sie in einer großen finanziellen Krise stecke. Armavia legte nun aber den lange schwelenden Streit mit Sukhoi bei. Deshalb nimmt die Airline ihre Flüge mit dem Superjet 100 unter einem neuen Leasingvertrag ab sofort wieder auf.

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