Antonov An-124 von Volga-Dnepr: Vier Flugzeuge dürfen nicht mehr abheben.

Auch in LeipzigAntonov lässt vier An-124 von Volga-Dnepr an die Kette legen

Der ukrainische Flugzeugbauer klagt gegen die russische Frachtairline. Ein Gericht in der Ukraine hat deshalb die Festsetzung von zwölf Antonov An-124 verfügt - auch in Deutschland.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Volga-Dnepr hat juristischen Ärger. Ein ukrainisches Gericht hat am 21. März die Beschlagnahmung der zwölf Antonov An-124 der russischen Frachtairline veranlasst. Es gehe dabei um die «Beweissicherung und weitere Entschädigung».

Kläger ist der Flugzeugbauer Antonov. Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya habe einem Unternehmen, das zur Volga-Dnepr-Gruppe gehöre, rechtswidrig das Recht eingeräumt, Lufttüchtigkeitszeugnisse für An-124 auszustellen, schreibt die Anwaltskanzlei Ilyashev & Partners, die den ukrainischen Flugzeugbauer vertritt. Damit habe sie «den sicheren Betrieb der Flugzeuge gefährdet, was einen eklatanten Verstoß gegen internationale Konventionen darstellt».

Weitere Flugzeuge an die Kette

Deshalb klagte Antonov auf Festsetzung der zwölf XL-Frachter. Drei Antonov An-124, die in Deutschland stehen und eine, die sich in Kanada befindet, seien aufgrund des Urteils bereits «mit einem Flugverbot belegt» worden, so die Kanzlei. Man arbeite daran, dass Exemplare in anderen Ländern auch an die Kette gelegt werden.

Volga-Dnepr betrieb am Flughafen Leipzig/Halle ein Drehkreuz. Dort stehen die Antonov An-124 mit den Kennzeichen RA-82043, RA-82045 und RA-82046. In Toronto ist die Maschine mit dem Kennzeichen RA-82078 gestrandet. Die anderen Exemplare stehen in Russland.

Sanktionen bedrohen Überleben

Die Volga-Dnepr-Gruppe steckt seit Ausbruch des Ukraine-Krieges in Nöten. Zu ihr gehören auch Air Bridge Cargo, Aviatrans Cargo, Cargologic Germany in Deutschland und Cargologic Air in Großbritannien. Insgesamt bringt sie es auf 50 Flugzeuge: Antonov An-124, Boeing 737, 747 und 777 sowie Ilyushin Il-76.

Wegen der westlichen Sanktionen darf sie viele Länder nicht mehr anfliegen. Zudem hat sie Schwierigkeiten mit den Versicherungen für ihre Jets sowie mit Leasinggebern.

Mehr zum Thema

Antonov An-124 von Volga-Dnepr: Unsichere Zukunft.

Steht Volga-Dnepr vor dem Aus?

Antonov An-124 von Volga-Dnepr: Muss auch irgendwann die Flotte verlassen.

Volga-Dnepr zeigt Interesse am Airbus-A350-Frachter

Flugzeug von Cargologic Germany: Darf aktuell nicht abheben.

Cargologic Germany muss alle Flüge stoppen

Il-76 von Aviacon Ziatrans: In den Iran geflogen.

Ilyushin Il-76 pendeln auffällig oft zwischen Russland und Teheran

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack