Vorhang auf für die neue Firma: China und Russland arbeiten zusammen.

Russisch-chinesischer LangstreckenjetAngriff auf Dreamliner und Airbus A350

Russland und China haben ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Es wird ein neues Langstreckenflugzeug bauen, das Airbus und Boeing Marktanteile abjagen soll.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Das Projekt wird konkret. Nachdem Russland und China vor einem Jahr eine Absichtserklärung unterzeichneten, gründeten sie am Montag (22. Mai) ein gemeinsames Unternehmen. China-Russia Commercial Aircraft International Company oder abgekürzt Craic heißt es und hat seinen Sitz in Shanghai. Besitzer sind die beiden nationalen Flugzeughersteller Commercial Aircraft Corporation of China und United Aircraft Corporation of Russia.

Das russisch-chinesische Gemeinschaftsunternehmen hat vorerst eine einzige Aufgabe. Es soll in den kommenden Jahren ein neues Langstreckenflugzeug entwickeln, bauen und vermarkten. Dabei soll das Knowhow der beiden Partnerunternehmen einfließen. Russland kann den erprobten Sukhoi Superjet 100 und die vor dem Erstflug stehende größere MS-21 anbieten. China hat die kleinere ARJ21 und die in der Testphase stehende größere Comac C919 vorzuweisen.

Billiger als Dreamliner und A350

Neu ist die Idee nicht. Schon länger wurde daran herum studiert. Bislang war bekannt, dass der neue Langstreckenflieger zweistrahlig sein, 280 Passagiere in drei Klassen fassen und eine Reichweite von 12.000 Kilometer aufweisen wird. Diese Eckpunkte wurden bei der offiziellen Lancierung nochmals bestätigt. Zudem wurde erklärt, dass eine größere und eine kleinere Version des Flugzeuges geplant sind. Sie sollen rund 10 bis 15 Prozent billiger sein als die Konkurrenzmodelle von Airbus (A350) und Boeing (787 Dreamliner).

Die beiden Partner rechnen damit, einen Marktanteil von rund 10 Prozent erobern zu können - für einen Newcomer wäre das nicht schlecht. Comac arbeitet bereits an einem Langstreckenflieger C929, der in der Entwurfsphase steckt. Diese Vorarbeiten werden wohl in das neue Modell einfließen. United Aircraft Corporation of Russia entwickelt eine Neuversion der Ilyushin Il-96. Auch dieses Knowhow soll in den neuen Langstreckenjet einfließen.

Il-96 Neo bleibt russischer Plan

Die Triebwerke des derzeit oftmals C929 genannten Fliegers werden von Rolls Royce oder General Electric kommen, bis ein eigener Motor zur Verfügung steht, der stark genug ist. Zusammengebaut wird der Jet in Shanghai.

Das russische Projekt Il-96 Neo wird aber parallel weiterverfolgt, da es anders ausgerichtet ist. Der Langstreckenflieger fasst in der heutigen Version in zwei Klassen bis zu 386 Passagiere.

[poll id="13"]

Mehr zum Thema

Neuer Langstreckenflieger wird in China gebaut

Neuer Langstreckenflieger wird in China gebaut

Il-76 von Aviacon Ziatrans: In den Iran geflogen.

Ilyushin Il-76 pendeln auffällig oft zwischen Russland und Teheran

nordatlantik

Russische Raketen-Warnung sorgt für Stress auf Flügen zwischen Europa und Nordamerika

A320 von Ural Airlines: Auch bei der Airline kam es kürzlich zu Problemen mit einem Triebwerk.

Russische Fluggesellschaften leiden unter unheimlicher Serie an Triebwerkspannen

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack