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Southwest und Co. gegen Arizona

Mehrere Bundesstaaten der USA wollen Firmen erlauben, Homosexuelle auszuschließen. Airlines verurteilen das. Nun erzielten sie einen ersten Erfolg.

Die Homo-Ehe ist immer noch nicht überall in den USA erwünscht.

«Wir sind ernsthaft besorgt darum, was in verschiedenen Bundesstaaten, unter anderem Arizona oder Georgia, vor sich geht», ließ Delta Air Lines ihre Kunden in einer Mitteilung wissen. Hintergrund sind Pläne, Unternehmen per Gesetz zu erlauben, aus religiösen Gründen Kunden nicht mehr zu bedienen. Das würde etwa bedeuten, dass Bars oder Restaurants Schwule und Lesben des Lokals verweisen dürfen, einfach weil der Besitzer etwas gegen Homosexuelle hat.

Zahlreiche Unternehmen haben sich bereits gegen die Pläne ausgesprochen. Auch Fluggesellschaften aus den USA kämpfen entschieden gegen die Regierungen der Staaten. Neben Delta haben bereits American Airlines, Alaska Airlines und Southwest die Gouverneurin von Arizona aufgefordert, ein Veto gegen das geplante Gesetz einzulegen. Und sie hörte. Am Donnerstag (27. Februar) hat die Jan Brewer ihr Veto gegen das geplante Gesetz eingereicht. Nun hoffen die Airlines, dass andere folgen.

Noch andere Staaten

«Wenn dieses Gesetz tatsächlich zustande käme, dann wäre alles, wofür man bisher gekämpft hat, ganz umsonst gewesen», so etwa Doug Parker, Chef von American Airlines. Auch bei Southwest heißt es, die Firma unterstütze eine offene Kultur, die tolerant gegenüber jedem Kunden ist. «Wir würden niemals eine Gesetzgebung unterstützen, die gegen unsere Überzeugung von Toleranz und null Diskriminierung ist», heißt es in einer Stellungnahme.

In Georgia, Idaho, Maine, Mississippi, und Kansas sind ähnliche Gesetze wie das von Arizona in Arbeit. Gleichzeitig haben aber 17 amerikanische Bundesstaaten die Homo-Ehe legalisiert und mit der von Heterosexuellen gleichgestellt. Die Tourismusvereinigung Arizonas sorgte sich ebenfalls um ihr Geschäft. Man habe bereits von vielen Kunden gehört, dass sie ihre geplanten Reisen ganz absagen wollen, oder niemals wiederkehren wollen, falls das Gesetz wirklich verabschiedet wird.



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