Boeing 737 Max von American Airlines: Auf zwei Jets muss die Fluglinie zurzeit warten.

Druck auf Boeing wächstAmerican Airlines bei 737 Max nicht informiert

Piloten in den USA zeigten sich bereits überrascht über die Existenz eines neues Systems in der Boeing 737 Max. Jetzt äußert sich erstmals auch eine Fluggesellschaft.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Nun hat sich auch American Airlines zum umstrittenen Anti-Strömungsabriss-Systems der Boeing 737 Max geäußert. «Wir schätzen unsere Partnerschaft mit Boeing, hatten aber keine Kenntnis von der Funktionalität des Maneuvering Characteristics Augmentation System MCAS, das bei der Max 8 installiert ist», sagte ein Sprecher der Fluglinie laut der Nachrichtenagentur Reuters. «Wir müssen sicherstellen, dass unsere Piloten in allen Abläufen geschult sind und die Schlüsselsysteme ihrer Flieger verstehen.»

Das MCAS sorgt dafür, dass die Maschine unter gewissen Umständen bei der Gefahr eines Strömungsabrisses die Nase automatisch nach unten neigt. Im Zusammenhang mit dem Absturz einer 737 Max 8 von Lion Air Ende Oktober steht die Frage im Raum, ob der verunglückte Jet aufgrund falscher Sensordaten das System irrtümlicherweise aktivierte. Falls dies der Fall war, ist zudem unklar, wie die Piloten reagierten. Mit dem MCAS ist die 737 Max ausgestattet, die herkömmliche 737 jedoch nicht. Grund dafür sind offenbar die größeren Triebwerke und die dadurch veränderte Aerodynamik der Max.

Piloten kritisieren Boeing

Nach dem Unglück gaben sowohl Boeing als auch die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA Sicherheitshinweise zu dem System heraus. Daraufhin kritisierten Piloten von American Airlines und Southwest Airlines, dass sie nichts von der Existenz des MCAS gewusst hätten. Mit der Aussage des Sprechers von American Airlines meldet sich nun erstmals eine Fluglinie selber zu Wort. Man arbeite weiterhin mit Boeing und der FAA zusammen und werde die Piloten über jegliche Neuigkeiten informieren, so der Sprecher.

Boeings Marketingchef Randy Tinseth wollte bei einer Veranstaltung am Mittwoch (14. November) in Frankfurt nicht auf die Kritik der Piloten eingehen. Er versicherte lediglich, dass man mit den Behörden, die das Unglück untersuchen, zusammenarbeite und dass man auf die Sicherheit der 737 Max vertraue. Zudem brachte Tinseth sein Mitgefühl gegenüber den Angehörigen der Unglücksopfer zum Ausdruck.

Probleme mit einem Sensor

Die FAA teilte am Mittwoch mit, während man mehr aus den laufenden Untersuchungen erfahre, prüfe man zusammen mit Boeing weiterhin, ob Änderungen an der 737 Max nötig seien, etwa bei der Software oder beim Training sowie den Arbeitsanweisungen für die Piloten. Die US-Luftfahrtbehörde betonte aber auch, dass es keine separate Untersuchung neben der in Indonesien gebe.

Beim Lion-Air-Unglück war die Boeing 737 Max 8 der indonesischen Fluglinie kurz nach dem Start ins Meer gestürzt. Keiner der 189 Insassen überlebte. Die indonesische Transportsicherheitsbehörde wies während der Untersuchung darauf hin, dass der Jet fehlerhafte Daten von einem der Anstellwinkel-Sensoren erhalten habe.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max: Unterschiede zur herkömmlichen 737.

Hat Boeing 737-Max-Piloten ungenügend informiert?

Boeing 737 Max von Lion Air: Die Gruppe hätte gerne im Simulator trainiert.

Reagierten Lion-Air-Piloten falsch auf Sensor-Fehler?

Start einer 737 Max: Bisher hat Boeing 219 Exemplare ausgeliefert.

Boeing warnt nach Absturz 737-Max-Piloten

Tuifly-Flugzeuge am Flughafen Las Palmas: Die Airline soll künftig mehr sein als nur der Hotelzubringer.

Tui will mit ihren Fluggesellschaften mehr als nur Hotels füllen - sie sollen Gewinn machen

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack