Boeing 767 von American Airlines: Kein Topprodukt mehr.

American AirlinesAlte Flieger fliegen auf schwachen Routen

American Airlines hat noch viele alte Flugzeuge in der Flotte. Die Fluggesellschaft überlegt sich sehr genau, wo sie diese einsetzt, um nicht gute Kunden zu vergraulen.

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Immer wieder nimmt American-Airlines-Chef Doug Parker sich die Zeit, sich mit seinen Mitarbeitern zu unterhalten. Und gelegentlich erzählt er dabei vielleicht auch ein bisschen zu viel. Gerade in einer vernetzten Welt wie heute kann das gefährlich sein, zumindest wenn man nicht will, dass alle Passagiere wissen, was die Airline wirklich von ihren eigenen Flugzeugen hält.

Eine Flugbegleiterin aus Lima erzählte Parker laut einem Bericht des Portals View from the Wing bei einem so genannten Crew-News-Termin, dass Reaktionen immer negativ ausfallen, wenn sie Leuten sage, dass sie bei American Airlines arbeitet. Der Grund: Das alte Fluggerät, mit dem American aus der peruanischen Hauptstadt fliegt. «Passagiere mögen die Flieger nicht, in der Economy Class haben sie keinen Platz», so die Kritik der Flugbegleiterin.

Nach Lima statt nach London

American fliegt mit Boeing 757 und Boeing 767 nach Lima. Parkers Antwort ist ehrlich, aber hart. Man versuche eben, die paar letzten alten Flugzeuge nur noch zu Zielen zu fliegen, auf denen die Margen nicht besonders hoch sind. So will die Fluggesellschaft die Kunden auf den hochmargigen Strecken wie etwa nach London oder Buenos Aires nicht vergraulen. Nach Lima gebe es große Konkurrenz, so Parker.

Er wolle aber nicht, dass das eine Dauerlösung ist. «Die Wahrheit ist, wir müssen die Flieger schneller in Rente schicken. Wir können die keine fünf, zehn Jahre mehr fliegen», so der Chef der Fluglinie. Zuerst sollen die beiden Modelle aus dem wichtigen Markt New York verschwinden - wohl schon bis zum Ende des Jahres.

Mit 767 Markt testen

Planungschef Vasu Raja ergänzte: «Wir haben einfach zu wenige 777 und 787». Die 776 brauche man aktuell vor allem um neue Märkte zu testen. Dafür sei sie ideal.

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