Boeing KC-135 Stratotanker: Ein Flugzeug dieses Typs war an einem Vorfall in der Karibik beteiligt.

Nach Beinahe-KollisionenMilitärflugzeuge aus den USA schalten vor Aruba und Curaçao künftig Transponder ein

Die Angst vor Kollisionen wuchs. Daher haben Aruba und Curaçao die Vereinigten Staaten gebeten, dass deren Militärflugzeuge ihre Transponder einschalten. Zuvor hatte es zwei heikle Vorfälle gegeben.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Am Ende kam die Crew von Jetblue mit dem Schrecken davon. Am 12. Dezember startete ein Airbus A320 der Fluglinie in Willemstadt auf Curaçao mit dem Ziel New York-JFK. Doch an der Grenze zwischen dem Fluginformationsgebiet Curaçao und dem von Santo Domingo meldeten die Piloten ein Luft-Luft-Tankflugzeug vor sich. Offenbar hatte eine Boeing KC-135 Stratotanker der USA in gleicher Höhe die Flugbahn des zivilen Flugzeugs gekreuzt.

«Sie sind direkt in unserer Flugbahn vorbeigeflogen», funkte der Jetblue-Pilot. «Sie sind nicht gemeldet, sie haben ihren Transponder nicht eingeschaltet, das ist empörend.» Ein anderes Mal stieß eine Dassault Falcon 900EX, die von Aruba nach Miami flog, am 13. Dezember fast mit einer eine Boeing KC-135 zusammen.

Regierung von Curaçao wurde bei den USA vorstellig

Damit es zu solchen brenzligen Situationen nicht erneut kommt, gibt es nun offenbar eine Vereinbarung. Wie die Portale Aruba News und Aruba Online berichten, hat Arubas Premierminister Mike Eman auf einer Pressekonferenz am Mittwoch (17. Dezember) bekannt gegeben, dass seine Regierung die USA gebeten hat, dass deren militärische Flugzeuge die Transponder in der Region einschalten - und dass dies künftig auch getan wird.

Curaçaos Premierminister Gilmar Pisas bestätigte gegenüber niederländischen Medien, dass dies auch für den Luftraum seines Landes gilt. Zudem habe die Regierung der Vereinigten Staaten sich an Flug- und Kreuzfahrtlinien gewandt und werde diese auch fortan auf dem Laufenden halten. Eine offizielle Bestätigung für all dies aus Washington gibt es bisher nicht.

USA erhöhen militärische Präsenz vor Venezuela

Hintergrund ist ein Anstieg der militärischen Übungen in der Region, wie Arubas Premierminister Eman erklärte. Denn seit Ende August bauen die USA ihre militärische Präsenz in der südlichen Karibik aus. Ziel sei, den Drogenhandel in der Region und sogenannte «Narcoterroristen» zu bekämpfen, erklärte Präsident Donald Trump. Auch wenn viele Beobachter vermuten, es gehe um viel mehr - nämlich eine Invasion in Venezuela.

Unabhängiger Luftfahrtjournalismus braucht Auftrieb. Bei aeroTELEGRAPH arbeitet ein Team erfahrener Luftfahrtjournalistinnen und -journalisten, das die Branche seit Jahren begleitet. Für den Preis von weniger als einem Cappuccino im Monat lesen Sie werbefrei – und helfen, dass wir weiter kritisch und fundiert berichten können. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Eine Saab 340 von EZ Air: Die Airline muss sich einen neuen Namen suchen.

Easyjet-Gründer zwingt kleine Airline zur Namensänderung

CRJ200 von Aruba Airlines: Fliegt auf der Rekordstrecke.

Ein internationaler Flug von acht Minuten

Curaçao von oben: Interessant für Airlines.

Fluglinien nehmen ABC-Inseln ins Visier

Maschine von Insel Air: Etliche können zurzeit nicht abheben.

Insel Air kämpft gegen Pleite

Video

Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg