Flieger von Alliance Airlines in Darwin: Die Flotte soll wachsen.

AustralienAlliance Airlines sucht neue alte Flieger

Während Fluglinien weltweit leiden, profitiert Alliance Airlines von der Corona-Krise. Die australische Regionalairline will ihre Flotte sogar ausbauen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Australien ist derzeit der vielleicht spannendste Luftfahrtmarkt weltweit. Denn die Corona-Krise hat dort nicht nur Fluggesellschaften in Schwierigkeiten gebracht, sondern auch dazu geführt, dass Regionalairlines und Investoren Chancen wittern. Während anderswo ängstliches Abwarten angesagt ist, gibt es in Australien eine Menge Bewegung im Markt.

Zentraler Baustein ist die Insolvenz von Virgin Australia. Trotz der Corona-Krise wurde die Fluglinie nicht etwa liquidiert, sondern es fanden sich etliche interessierte Investoren, die neuer Besitzer werden wollen. Derweil zeigt sich die Regionalfluglinie Regional Express Rex skeptisch, ob Virgin zu alter Stärke zurückfindet. Rex will entstehende Lücken nutzen und kündigte bereits einen Ausbau ihrer Flotte mit deutlich größeren Flugzeugen an.

Alliance will bis zu 25 weitere Flieger

Jetzt plant mit Alliance Airlines eine weitere australische Regionalfluglinie, ihren Flugzeugpark zu erweitern. Derzeit besteht er aus insgesamt 42 aktiven Fliegern der Typen Fokker F100, Fokker F70 und Fokker F50. Nun sollen 20 bis 25 gebrauchte Flugzeuge zu günstigen Preisen hinzukommen, wie der Chef der Muttergesellschaft Alliance Aviation, Lee Schofield, gemäß der Zeitung Sydney Morning Herald sagte. Zur Finanzierung will sie sich umgerechnet rund 74 Millionen Euro an frischem Kapital besorgen.

In der Vergangenheit hatte sowohl Austrian Airlines als auch die Schweizer Helvetic schon ausgemusterte Fokker-Flugzeuge an Alliance Airlines verkauft. Zwei Fokker 100 könnte Alliance noch von der deutschen Chartergesellschaft Anvanti Air übernehmen. Die will ihre Fokker ersetzen und hat eine auch bereits an Bek Air aus Kasachstan abgegeben.

Nachfrage nach Linienflügen steigt

Auch Virgin Australia betreibt bei ihrer Regionaltochter 14 Fokker 100. Sollte der neue Besitzer Virgin anders ausrichten die Jets verkaufen, könnte Alliance zum Zuge kommen. Allerdings hat sie sich noch gar nicht dazu geäußert, ob sie erneut auf Fokker setzt. Auch Rex fliegt bisher mit Saab 340, schaut sich nun aber Boeing 737 und Airbus A320 an.

Alliance hatte schon im Mai erklärt, dass sie von der Corona-Krise finanziell profitiert. Durch den Ausfall von Linienflügen anderer Airlines stieg die Nachfrage besonders nach Flügen von und zu den australischen Rohstoffminen. Das gilt für die regelmäßigen Verbindungen der Regionalairline, besonders aber für die Charterflüge. Dazu trugen auch die nötigen Mindestabstände zwischen den Passagieren bei: Um die gleiche Zahl an Arbeitern zu transportieren, müssen Rohstoffunternehmen nun mehr Flüge chartern.

Regionalfluglinie hofft auf Lücken

Die Fluggesellschaft würde mit den 20 bis 25 zusätzlichen Fliegern gerne auch langfristig einen größeren Marktanteil bei den Minen-Flügen zu erobern, sollte Qantas hier auch nach der Corona-Krise Lücken lassen. Für Virgin Australia ist Alliance vor der Pandemie im Auftrag geflogen, zudem hatten die Fluglinien ein Codeshare-Abkommen. Alliance-Chef Schofield sagte, man könne sich künftig wieder eine Kooperation mit den neuen Virgin-Besitzern vorstellen, sei aber auch bereit, selber mögliche Lücken zu besetzen.

Mehr zum Thema

Fokker 100 von Helvetic Airways: Ein Wechsel des Kontinents steht an.

Helvetic-Fokker fliegen bald in Australien

Fokker von Austrian Airlines: Neues Zuhause in Australien.

Zahltag für Austrian Airlines in Australien

Sydney von oben: Regional Express will ihr Netzwerk ausbauen.

Regional Express will Boeing 737 oder Airbus A320

Ein Airbus A320 von Jetstar (hier ein Archivbild eines anderen Exemplars): Solch ein Flieger war am 9. August in den Vorfall verwickelt.

Zwei Beinahe-Kollisionen setzen Flugsicherung in Sydney unter Druck - Chef muss zum Rapport

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack