Airbus A330 von Virgin Australia: Muss er künftig Boeing 787 weichen?

Boeing 787 statt 777 und Airbus A330Virgin Australia überrascht mit Plan für Dreamliner

Vier Investoren sind noch im Rennen um die insolvente Virgin Australia. Die Fluglinie überrascht mit einem Plan zur Anschaffung neuer Langstreckenjets.

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19 potenzieller Käufer schauten sich vergangene Woche die insolvente Virgin Australia genauer an. Dabei bekamen sie auch einen Businessplan für die Rückkehr zu sehen. Betitelt ist er mir dem Projektnamen Virgin v2.0, wie die Zeitung Sydney Morning Herald berichtet. Beigefügt war laut dem Blatt auch ein Flottenplan, der überrascht.

Der Plan sieht vor, acht Boeing 787 anzuschaffen. Die Dreamliner sollen die fünf Boeing 777 und sechs Airbus A330 ersetzen, die zurzeit die Langstreckenflotte von Virgin Australia bilden. Die geplante Anschaffung neuer Flugzeuge, selbst wenn es nur acht sind statt elf, sorge für Unruhe bei den potenziellen Bietern, heißt es.

Restrukturierung erst, wenn Käufer feststeht

Etliche Branchenexperten sowie Personen aus dem Umfeld der Interessenten erklärten gegenüber der Zeitung, der Kurs von Virgins Insolvenzverwalter Deloitte bereite ihnen Sorgen. Es sei Zeit, die Flotte und die Zahl der Mitarbeiter zu reduzieren, um die Airline der neuen Marktrealität anzupassen. Nichts davon sei aber bisher geschehen.

Deloitte-Manager Vaughan Strawbridge wies die Kritik zurück und erklärte, man sei offen für Übernahmepläne aller Art. Eine umfassende Restrukturierung könnte erst erfolgen, wenn der Käufer und dessen Pläne für die Fluggesellschaft feststünden. Daher werde er keine Mitarbeitenden entlassen.

Ex-Jetstar-Chefin und Singapore-Spekulationen

Tatsächlich haben sich vier Bieter weder von den Dreamliner-Plänen noch von den ausbleibenden Entlassungen abschrecken lassen. Sie haben es in engere Auswahl geschafft. Zu diesen Interessenten zählt die Investmentfirma Bain Capital aus Boston. An ihrer Seite hat sie die Ex-Chefin des australischen Billigfliegers Jetstar Airways, Jayne Hrdlicka.

Ebenfalls zu den letzten Vier gehört BGH Capital aus Melbourne. Es gibt Spekulationen, dass die Firma die Unterstützung des Staatsfonds von Singapur, Temasek, haben könnte, der auch Hauptaktionär von Singapore Airlines ist. Cyrus Capital Partners aus New York ist ebenfalls im Rennen. Die Investmentfirma hatte einst schon Richard Branson beim Aufbau von Virgin America unterstützt.

Franke grübelt über Billigflieger-Option

Der in der Airline-Branche bekannteste Bieter ist Indigo Partners. Der amerikanische Billigairline-Investor hält bereits Anteile an Frontier Airlines (USA), Volaris (Mexiko), Wizz Air (Ungarn) und Jetsmart (Chile). Er ist nicht zum ersten Mal an Virgin Australia interessiert. Chef Bill Franke sagte dem Sydney Morning Herald, er wolle auch die Firma Oaktree Capital sowie einen lokalen Investor mit an Bord holen. Ob er Virgin zum Billigflieger umbauen würde, sollte er den Zuschlag erhalten, habe er noch nicht entschieden.

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