Sydney von oben: Regional Express will ihr Netzwerk ausbauen.

Ausbau nach StaatshilfeRegional Express will Boeing 737 oder Airbus A320

Mit Drohungen sicherte sich die australische Regional Express Rex Hilfen vom Staat. Jetzt will sie mit privaten Geldern Marktanteile erobern.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Es begann mit einem Paukenschlag. Im März stellte Regional Express Rex dem Staat «ein Ultimatum», wie sie selber formulierte. Sollten bis Ende der Woche nicht die australische Regierung oder die Regierungen der Bundesstaaten bei den Verlusten einspringen, werde man ab dem 6. April den Großteil des Linienverkehrs einstellen. Auch weitere Regionalfluggesellschaften forderten Hilfe. Mit Erfolg.

Die Regierung sicherte der Branche Hilfen in Höhe von 298 Millionen Australischen Dollar oder umgerechnet rund 178 Millionen Euro zu. John Sharp, stellvertretender Verwaltungsratschef von Rex sagte, man sei «äußert dankbar». An dieser Stelle könnte die Geschichte zu Ende sein. Doch stattdessen nahm sie nun erst richtig Fahrt auf.

Ein zweites Ultimatum

Denn schon wenige Tage später wechselte die Fluggesellschaft den Kurs. Sie kritisierte, man kenne immer noch keine Details zum Hilfsplan und es sein noch kein Cent geflossen. Rex drohte im selben Atemzug, den Verkehr aus dem und in den Bundesstaat Queensland zu stoppen.

Erneut stellte Rex ein Ultimatum. Einige Tage später warnte sie, Leben würden in Gefahr geraten, wenn sie nicht fliegen und medizinische Ausrpstung transportieren könnte. Dann floss Geld vom Staat, es gab weitere Zusagen von Bundesstaaten und die Airline präsentierte nach und nach einen immer größeren staatlich unterstützten Flugplan.

Sehr viel Staatshilfe

Erneut könnte man vermuten, dass das Hin und Her an dieser Stelle endet und es ruhig wird um Rex. Doch weit gefehlt. Im Mai kritisierte Aufsichtsratschef Lim Kim Hai öffentlich die Insolvenzverwalter von Virgin Australia. Ihnen sei nur an einem schnellen Verkauf der Airline gelegen, nicht an notwendigen Änderungen am Geschäftsmodell.

Schließlich verkündete die Regionalfluglinie, die mit 67 Millionen australischen Dollar mehr Corona-Staatshilfe bekommen hat als Qantas und Virgin Australia zusammen, auf Angriff zu schalten. Sharp erklärte, eine Reihe von privaten Investmentfirmen und -banken hätten sich gemeldet. Diese würden nicht an eine erfolgreiche Rückkehr von Virgin Australia glauben und seien bereit, Rex mit 200 Millionen australischen Dollar zu unterstützten.

Boeing 737 oder A320 sollen Saabs ergänzen

Mit dem Geld soll Rex ihr Geschäft ausbauen und Marktanteile übernehmen. Dafür will die Fluglinie Anfang 2021 ihr Netz erweitern mit Flügen zwischen den großen Städten Sydney, Melbourne, Brisbane, Adelaide und Perth. Dafür plant sie, zehn Boeing 737 oder Airbus A320 zu leasen. Bisher besteht ihre Flotte aus 43 Saab 340.

Mehr zum Thema

Australien droht wichtige regionale Routen zu verlieren

Australien droht wichtige regionale Routen zu verlieren

Acht Gebote für Virgin Australia

Acht Gebote für Virgin Australia

Flieger von Virgin Australia: Wie sieht das Geschäftsmodell in Zukunft aus?

Übernimmt Billigflieger-Riese Virgin Australia?

ticker-flydubai

Nach Axt-Angriff im Cockpit: Auch Australien ermittelt zum Kopiloten von Flydubai

Video

Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies