Jet von Beond am Red Sea International Airport: Flugzeuge nahe an den Pods.

Red Sea International Airport Der Flughafen, der Luxus-Touristen auf saudische Inseln locken soll - und jetzt von Beond angeflogen wird

Der Red Sea International Airport in Saudi-Arabien hat durch Beond seine erste direkte Anbindung an Europa erhalten. Über den Flughafen sollen vor allem Luxus-Touristinnen und -Touristen ans Rote Meer reisen. Er hat einige Besonderheiten.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Saudi-Arabien stellt sich für die Zeit nach dem Öl mit diversen Großprojekten neu auf. Neben der geplanten Mega-City Neom ist auch das Red Sea Project ein zentraler Bestandteil von Saudi-Arabiens Vision 2030. Die Westküste des Landes am Roten Meer soll dabei zwischen den Städten Umluj und Al Waj zur Luxusdestination werden. Auf mehr als 20 Inseln sowie an mehreren Standorten an der Küste des Festlands entstehen dafür zahlreiche Luxusresorts.

Für die Anreise zum Red Sea Project hat Saudi-Arabien den Red Sea International Airport (RSI) gebaut. Er liegt rund 20 Straßenkilometer entfernt von der Küste. Die Bauarbeiten begannen 2020, knapp zwei Jahre nachdem Saudi-Arabien die Vision 2030 mit dem Ziel von 100 Millionen Touristinnen und Touristen pro Jahr verkündet hatte. Entworfen wurde der Flughafen vom Büro des britischen Stararchitekten Sir Norman Foster.

Red Sea Airport mit Pods und ohne Fluggastbrücken

Innerhalb von drei Jahren wurde die Vision der Architekten umgesetzt. Das Terminal ist von der umliegenden Wüstenlandschaft inspiriert und besteht aus fünf im Halbkreis angeordneten fächerartigen, miteinander verbundenen Gebäuden, Pods genannt. Jeder Pod ist eine selbständige Einheit innerhalb des Terminals, was Flexibilität und Schnelligkeit bei der Passagierabfertigung erhöhen soll.

Ein Video vom Baufortschritt im November 2024:

Fluggastbrücken findet man am Red Sea Airport nicht. Dafür parken die Flugzeuge mit der Nase fast unter den großen Dächern der Pods. Eine weitere Besonderheit: Neben einer 3700 Meter langen Hauptpiste gibt es auch eine 525 Meter lange Start- und Landebahn, die speziell für kleine Flugzeuge vorgesehen ist, die am Flughafen Asphalt landen und vor der Küste auf Wasser. So kann die Airline Fly Red Sea exklusive Shuttle-Flüge zwischen der Insel Sheybarah und dem Red Sea International Airport mit einer Cessna Caravan anbieten.

Ein Video vom Reiserlebnis im August 2024:

Beond, Qatar, Flydubai und Saudia fliegen Airport an

Der erste Terminal-Pod nahm im September 2023 mit einem Inlandsflug aus Riad den Betrieb auf. Der erste internationale Flug landete mit Flydubai im April 2024 aus Dubai. In der ersten Jahreshälfte 2025 folgten zwei weitere Pods. Die vollständige Inbetriebnahme ist für Ende 2025 geplant. 2030 soll der Airport rund eine Million Reisende pro Jahr abfertigen.

Derzeit wird der Red Sea International Airport von Qatar Airways ab Doha, Flydubai ab Dubai sowie Saudia ab Riad und Jeddah angeflogen. Ergänzt wird das Angebot durch Flüge von Fly Red Sea sowie Pauschalreiserouten. Außerdem fliegt seit Mitte November Beond dorthin. Die Airline stoppt auf dem Weg von Mailand zu den Malediven nun an der saudischen Küste. Es ist sich um die erste europäische Anbindung des Flughafens.

So soll der Flughafen einst in voller Pracht aussehen:

Animation des Red Sea Airports: 2030 soll der Flughafen eine Million Reisende abfertigen.

Fundierte Recherchen, Einordnung und Unabhängigkeit: Unsere Fachredaktion kennt die Luftfahrt aus Interviews, Daten und Recherchen vor Ort. Für den Preis eines Kaffees im Monat unterstützen Sie diese Arbeit und lesen aeroTELEGRAPH ohne Werbung. Ihre Unterstützung macht den Unterschied. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-saudiarabien

89 Unternehmen bewerben sich um Neubau des saudischen Flughafens Qassim

Cessna Citation am Flughafen Dubai: Viele versuchen, mit Businessjets die Region zu verlassen.

Iran-Krieg katapultiert Businessjet-Preise für Flüge aus der Region nach oben

Airbus-Jet von Air Arabia: Die Fluglinie hat einen neuen Auftrag in Saudi-Arabien.

Air Arabia baut für Saudi-Arabien Billigfluglinie auf

Airbus A350 F von Avilease: Sollen so aussehen.

Saudische Leasingfirma ist nun einer der zwei größten Kunden des Airbus-A350-Frachters

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies