Airbus 321 von Wizz Air in Wien: Die Billigairline fliegt von VIE aus 38 Destinationen in 24 Ländern an.

Fünf Jahre Österreich-BasisWizz Air hat Interesse an Salzburg verloren und konzentriert sich auf Wien

Vor fünf Jahren eröffnete die Billigairline ihre Basis in Wien. Wizz Air zeigt sich mit dem Erfolg zufrieden, hat inzwischen aber ihre Erwartungen heruntergeschraubt. Und von anderen österreichischen Flughäfen will sie nichts mehr wissen.

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Gerade einmal fünf Destinationen standen zu Beginn auf dem Programm. Unter großem öffentlichem Interesse eröffnete Wizz Air vor fünf Jahren seine Basis in Wien. Am Flughafen der österreichischen Hauptstadt begann damit ein Preiskampf noch nie zuvor gesehenen Ausmaßes. Easyjet, Eurowings, Level, Ryanair-Tochter Lauda und Lokalmatador Austrian Airlines buhlten fortan um die Kundinnen und Kunden.

Höhepunkt des Kampfes um Wien, der einst Wizz-Air-Chef Joszef Varadi dazu bewog, von einem bevorstehenden «Blutbad » zu sprechen, endete im Jahr 2019 für den Flughafen Wien mit einem Rekord von 31,7 Millionen abgefertigten Fluggästen. Mit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 war es damit aber vorbei. Lockdowns zwangen auch Wizz Air im gleichen Jahr in Österreich dazu, den Flugbetrieb für einige Monate komplett einzustellen.

Stabilität statt Marktanteile

Nach dem Ende der Pandemie haben heute einige der früheren Mitbewerber den Schauplatz wieder verlassen. Der Preisdruck hat nachgelassen. Aktuell bedient Wizz Air von der österreichischen Hauptstadt 38 Destinationen in 24 Länder. Dazu haben die Ungaren sechs A321 Neo dort stationiert.  «Der Wiener Markt ist auch heute noch heiß umkämpft», so ein Sprecher gegenüber aeroTELEGRAPH. Aber inzwischen gehe es vielmehr darum, einen stabilen Flugplan mit profitablen Flugverbindungen aufrecht zu halten als um Marktanteile.

Trotz Pandemie und stagnierender Nachfrage begann Wizz Air im Juli 2020 auch nach Salzburg zu expandieren. Die Pläne waren ehrgeizig, sechs Destinationen standen zuerst auf dem Flugplan ab dem österreichischen Regionalflughafen. «Wir werden Tausende Passagiere bringen. Das wird uns schon von Beginn an zu einer bedeutenden Airline hier in Salzburg machen. Ich erwarte, dass wir in den nächsten zwei bis drei Jahren unser Angebot verdoppeln», frohlockte Wizz-Air-Chef Váradi.

Kein Interesse an österreichischen Regionalflughäfen

So überraschend Wizz Air auf dem Salzburger Markt erscheinen ist, so schnell zog sich die Billigairline wegen mangelnden Erfolges wieder ab. Trotz mehrfacher Ankündigungen für eine Wiederaufnahme der Salzburg-Flüge, bestätigt ein Wizz Air Sprecher: «Wir haben aktuell keine Pläne nach Salzburg zurückzukehren und ziehen auch keinen anderen österreichischen Regionalflughafen für die Aufnahme von Flügen in Betracht».

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