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Billigtochter von IAG

Level tut sich in Wien schwer

Die Billigairline von IAG betreibt seit letztem Sommer eine Basis in Wien. Doch der österreichische Ableger von Level hinkt den Erwartungen des Mutterkonzerns hinterher.

Level

Flieger von Level: Flüge ab Wien liegen hinter den Erwartungen

Ehe die ersten Flüge im letzten Sommer starteten, machte der IAG-Konzern lange ein Geheimnis um den neuen österreichischen Ableger der Billigtochter Level. Die Gruppe, zu der auch Aer Lingus, British Airways, Iberia und Vueling gehören, bot an den bisherigen Standorten Paris-Orly und Barcelona nur Langstreckenflüge an. Mit der Eröffnung der Basis in Wien wagte sie sich im vergangenen Juli mit Level auch auf die Kurz- und Mittelstrecke.

Doch der Sprung auf die innereuropäischen Routen läuft bisher nicht so gut wie erhofft. «Level liegt in Wien deutlich hinter den Planungen und Erwartungen zurück», verriet IAG-Chef Willie Walsh diese Woche bei der Präsentation der Zahlen für das erste Quartal 2019. Laut dem Manager liegt dies daran, dass die Präsenz von Lowcost-Gesellschaften in Wien stark zugenommen hat.

Nur in Spanien profitabel

«Wien ist gerade ein Markt, wo der Flughafen Geld verdient und die Passagiere tolle Angebote bekommen. Aber für die Airlines ist es gerade eine Herausforderung», sagte Walsh. Mit der Stationierung von vier Airbus A321 am Flughafen Wien-Schwechat griff Level nicht nur die ebenfalls neue Billigairline Lauda an, die mittlerweile ganz im Besitz des Billigflug-Riesen Ryanair ist. Mit Wizz Air, Easyjet und der Lufthansa-Tochter Eurowings heizen in der österreichischen Hauptstadt andere einen Preiskampf an.

Auf den Langstrecken fällt die Bilanz hingegen gemischt aus. Wegen ähnlicher Umstände wie in Österreich bleiben die Ergebnisse in Paris-Orly hinter den Erwartungen zurück. Besser schaut es in Spanien aus, von Barcelona aus soll Level profitabel fliegen. IAG will deshalb am Billigflieger festhalten: «Wir bleiben zuversichtlich für Level. Besonders die guten Leistungen in Barcelona ermutigen uns, weiterzumachen». Auch für die kurzen Routen zeigt sich Walsh optimistisch: «Die Reaktionen auf unser Kurzstrecken-Angebot waren soweit ganz gut».



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