Und das schlägt sich auch in den Abläufen an Bord nieder. British Airways wird in den kommenden Wochen eine zusätzliche Bordansage vor dem Flug einführen. Darin wird die Fluglinie ihre Passagiere daran erinnern, dass es verboten ist, die Besatzung ohne deren Erlaubnis zu fotografieren oder zu filmen. Das tun auch andere Fluggesellschaften bereits. Auslöser ist, dass British Airways kürzlich ihre Allgemeinen Beförderungsbedingungen aktualisiert hat.
British Airways kündigt drakonische Strafen an
Was British Airways konkret geändert hat, steht in Abschnitt 11a der neuen Beförderungsbedingungen, der sich mit «unangemessenem Verhalten» befasst. Der neue Wortlaut ist eindeutig: Wer Besatzungsmitglieder ohne deren Zustimmung filmt, livestreamt oder fotografiert, muss damit rechnen, dass die Airline «alle Maßnahmen ergreift, die sie für angemessen hält». Betroffen sind nicht nur Smartphones und Tablets, sondern auch KI-Brillen oder Kameras.
Die Folgen eines Verstoßes sind erheblich. Betroffene Passagiere können zum Verlassen des Flugzeugs aufgefordert werden. Alle noch nicht geflogenen Streckenabschnitte des gebuchten Tickets werden storniert. Zusätzlich droht eine Meldung an die lokalen Behörden sowie ein dauerhaftes Flugverbot bei British Airways.
Warum British Airways die Regeln ändert, ist unklar
Ob es einen konkreten Auslöser für die verschärften Beförderungsbedingungen gibt, ist nicht bekannt. Denkbar ist, dass die geplante Einführung von Highspeed-Wlan an Bord und damit die Möglichkeit zum Echtzeit-Livestreaming den Ausschlag gegeben hat.
Das Portal PYOK spekuliert, dass British Airways schlicht einem Branchentrend folgt: Immer mehr internationale Fluggesellschaften, darunter auch Air France und KLM, haben vergleichbare Regelungen bereits eingeführt. Und vielerorts wird heute schnell zum Smartphone gegriffen, um Fotos zu machen - ohne auch nur einen Moment über Persönlichkeitsschutz nachzudenken.
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