Kabinencrew von British Airways: Wer das Personal heimlich filmt, dem drohen Strafen.

Neue RegelnWer bei British Airways heimlich filmt, fliegt nie mehr mit

Die britische Fluglinie hat ihre Beförderungsbedingungen angepasst. Wenn Passagiere Besatzungsmitglieder ohne deren Zustimmung fotografieren oder filmen, drohen harte Strafen bei British Airways - bis hin zum Flugverbot.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Lange Zeit war man über den Wolken offline. Kein Whatsapp, keine Push-Benachrichtigungen, kein endloses Scrollen. Diese Ära neigt sich dem Ende zu. Alle großen Fluggesellschaften statten ihre Flotten gerade mit Highspeed-Internet aus oder haben es bereits getan. Künftig wird also gechattet, gestreamt und gepostet.

Und das schlägt sich auch in den Abläufen an Bord nieder. British Airways wird in den kommenden Wochen eine zusätzliche Bordansage vor dem Flug einführen. Darin wird die Fluglinie ihre Passagiere daran erinnern, dass es verboten ist, die Besatzung ohne deren Erlaubnis zu fotografieren oder zu filmen. Das tun auch andere Fluggesellschaften bereits. Auslöser ist, dass British Airways kürzlich ihre Allgemeinen Beförderungsbedingungen aktualisiert hat.

British Airways kündigt drakonische Strafen an

Was British Airways konkret geändert hat, steht in Abschnitt 11a der neuen Beförderungsbedingungen, der sich mit «unangemessenem Verhalten» befasst. Der neue Wortlaut ist eindeutig: Wer Besatzungsmitglieder ohne deren Zustimmung filmt, livestreamt oder fotografiert, muss damit rechnen, dass die Airline «alle Maßnahmen ergreift, die sie für angemessen hält». Betroffen sind nicht nur Smartphones und Tablets, sondern auch KI-Brillen oder Kameras.

Die Folgen eines Verstoßes sind erheblich. Betroffene Passagiere können zum Verlassen des Flugzeugs aufgefordert werden. Alle noch nicht geflogenen Streckenabschnitte des gebuchten Tickets werden storniert. Zusätzlich droht eine Meldung an die lokalen Behörden sowie ein dauerhaftes Flugverbot bei British Airways.

Warum British Airways die Regeln ändert, ist unklar

Ob es einen konkreten Auslöser für die verschärften Beförderungsbedingungen gibt, ist nicht bekannt. Denkbar ist, dass die geplante Einführung von Highspeed-Wlan an Bord und damit die Möglichkeit zum Echtzeit-Livestreaming den Ausschlag gegeben hat.

Das Portal PYOK spekuliert, dass British Airways schlicht einem Branchentrend folgt: Immer mehr internationale Fluggesellschaften, darunter auch Air France und KLM, haben vergleichbare Regelungen bereits eingeführt. Und vielerorts wird heute schnell zum Smartphone gegriffen, um Fotos zu machen - ohne auch nur einen Moment über Persönlichkeitsschutz nachzudenken.

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-british-airways

British Airways fliegt seit 70 Jahren zwischen Wien und London

ticker-british-airways

British Airways erhöht offenbar Hürden für Silber- und Goldstatus

ticker-british-airways

British Airways Holidays erhöht Avios-Gutschrift für Pauschalreisen

ticker-british-airways

British Airways bietet Prämienflüge nach Mallorca und Kreta an

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack