Kabinencrew von British Airways: Wer das Personal heimlich filmt, dem drohen Strafen.

Neue RegelnWer bei British Airways heimlich filmt, fliegt nie mehr mit

Die britische Fluglinie hat ihre Beförderungsbedingungen angepasst. Wenn Passagiere Besatzungsmitglieder ohne deren Zustimmung fotografieren oder filmen, drohen harte Strafen bei British Airways - bis hin zum Flugverbot.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Lange Zeit war man über den Wolken offline. Kein Whatsapp, keine Push-Benachrichtigungen, kein endloses Scrollen. Diese Ära neigt sich dem Ende zu. Alle großen Fluggesellschaften statten ihre Flotten gerade mit Highspeed-Internet aus oder haben es bereits getan. Künftig wird also gechattet, gestreamt und gepostet.

Und das schlägt sich auch in den Abläufen an Bord nieder. British Airways wird in den kommenden Wochen eine zusätzliche Bordansage vor dem Flug einführen. Darin wird die Fluglinie ihre Passagiere daran erinnern, dass es verboten ist, die Besatzung ohne deren Erlaubnis zu fotografieren oder zu filmen. Das tun auch andere Fluggesellschaften bereits. Auslöser ist, dass British Airways kürzlich ihre Allgemeinen Beförderungsbedingungen aktualisiert hat.

British Airways kündigt drakonische Strafen an

Was British Airways konkret geändert hat, steht in Abschnitt 11a der neuen Beförderungsbedingungen, der sich mit «unangemessenem Verhalten» befasst. Der neue Wortlaut ist eindeutig: Wer Besatzungsmitglieder ohne deren Zustimmung filmt, livestreamt oder fotografiert, muss damit rechnen, dass die Airline «alle Maßnahmen ergreift, die sie für angemessen hält». Betroffen sind nicht nur Smartphones und Tablets, sondern auch KI-Brillen oder Kameras.

Die Folgen eines Verstoßes sind erheblich. Betroffene Passagiere können zum Verlassen des Flugzeugs aufgefordert werden. Alle noch nicht geflogenen Streckenabschnitte des gebuchten Tickets werden storniert. Zusätzlich droht eine Meldung an die lokalen Behörden sowie ein dauerhaftes Flugverbot bei British Airways.

Warum British Airways die Regeln ändert, ist unklar

Ob es einen konkreten Auslöser für die verschärften Beförderungsbedingungen gibt, ist nicht bekannt. Denkbar ist, dass die geplante Einführung von Highspeed-Wlan an Bord und damit die Möglichkeit zum Echtzeit-Livestreaming den Ausschlag gegeben hat.

Das Portal PYOK spekuliert, dass British Airways schlicht einem Branchentrend folgt: Immer mehr internationale Fluggesellschaften, darunter auch Air France und KLM, haben vergleichbare Regelungen bereits eingeführt. Und vielerorts wird heute schnell zum Smartphone gegriffen, um Fotos zu machen - ohne auch nur einen Moment über Persönlichkeitsschutz nachzudenken.

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-british-airways

Mailand-Malpensa: Gepäckcontainer für British-Airways-Flug gerät in Brand

Flug BA919: Der Verlauf der Landeanflüge auf London-Heathrow  am 6. Juli.

Airbus A320 von British Airways bei Anflug kurz vor Strömungsabriss

ticker-british-airways

British Airways fliegt in der Adventszeit zwischen Köln/Bonn und London-Heathrow

Die Wette von Norwegian und British Airways: Top, die Wette gilt.

Norwegian und British Airways gehen vor WM-Viertelfinale Wette ein - Verlierer muss sein Logo tauschen

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack