König Willem Alexander vor einer Boeing 737 von KLM: Der König fliegt zwei bis dreimal pro Monat.

Teilzeit-EinsatzWarum König Willem-Alexander trotz seinem Job als Staatsoberhaupt noch als Kopilot für KLM fliegt

Der König der Niederlande fliegt als Kopilot für KLM. Warum macht Willem-Alexander das neben seinem Hauptberuf als Monarch? Und warum ist er traurig, dass er keine Pilotenmütze mehr tragen darf?

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Noch gehören rund 40 Boeing 737 zur Flotte von KLM. Doch die Tage dieses Modells bei der niederländischen Nationalairline sind gezählt. Sie stellt schrittweise auf Airbus A320 Neo und A321 Neo um. Das hat auch Folgen für den prominentesten Kopiloten von KLM.

König Willem-Alexander der Niederlande saß am 11. März zum letzten Mal auf dem rechten Cockpitsitz einer Boeing 737 von KLM. Doch an einen Rückzug aus der Luftfahrt denkt der Monarch nicht: Er plant, sich auf Airbus A320 Neo umschulen zu lassen. Seit 1996 ist er schon Teilzeit-Kopilot bei der Fluglinie und flog bis zur Ausmusterung im Jahr 2017 auch schon auf der Fokker 70.

Fliegen als Möglichkeit, alles andere auszublenden

Tiefere Einblicke in seine Leidenschaft für das Fliegen gab der König vor drei Jahren in der zehnteiligen Podcast-Serie «Door de ogen van de Koning», was übersetzt «Durch die Augen des Königs» heißt. Er entstand anlässlich seines zehnjährigen Thronjubiläums. In der sechsten Folge spricht er ausführlich über sein Leben als Kopilot.

König Willem-Alexander betont, wie wichtig das Fliegen für ihn persönlich ist: «Um einmal ganz anders zu arbeiten», erklärt er. «Man trägt die Verantwortung für ein Flugzeug mit bis zu 180 Passagieren. Und man kann seine Probleme von zu Hause nicht mitnehmen.» Für ihn sei das Fliegen eine Möglichkeit, alles andere auszublenden und sich vollständig auf eine andere Aufgabe zu konzentrieren.

König Willem-Alexander trug als Pilot gern eine Mütze

Dabei betont er, dass er seine Identität bewusst verschleiert habe. So stellt er sich den Reisenden nicht mit seinem Namen vor. «Nein, das ist auch nicht nötig», erklärt er. Stattdessen begrüßt er die Passagiere stets mit den Worten: «Ich und meine Kollegen aus der Cockpitbesatzung heißen Sie herzlich willkommen an Bord.» Für ihn ist wichtig: «Ich mache das immer im Namen meines Kollegen im Cockpit.»

Anfang der 2000er-Jahre habe er mit dem damaligen KLM-Chef Leo van Dijk eine intensive Diskussion darüber geführt, ob Pilotinnen und Piloten eine Mütze tragen sollten. Der Manager war dagegen, um mehr Nähe auszustrahlen und Willem-Alexander dafür. «Für mich war die Mütze natürlich eine schöne Möglichkeit, ein wenig unauffällig durch den Flughafen Amsterdam zu gehen, auf dem Weg zum Gate.»

Pilot ist ein «sehr ernsthafter Beruf»

Schließlich komme man als Pilot meist zuletzt am Gate an, wenn alle Passagiere bereits warteten. «Für mich war es eine einfache Möglichkeit, mich unter so einer Mütze zu verbergen, um unauffällig zur Bodencrew zu gehen und dort die letzten Informationen zu bekommen», so der Monarch. Aber auch er hat sich angepasst. Denn ihm wurde klar, dass er ja nicht der Einzige mit Mütze sein kann, doch dann würden die Passagiere ihn auch sofort erkennen.

Der König fliegt etwa zwei bis drei Mal im Monat für KLM. Er denkt nicht daran, damit aufzuhören. «Es macht einfach Spaß, mit einer Crew unterwegs zu sein. Es ist immer sehr gesellig, gemeinsam unterwegs zu sein und einen Flug erfolgreich zu Ende zu bringen», sagt er. «Ich mag es wirklich sehr.» Doch König Willem-Alexander betont auch: «Es ist ein ernsthafter Beruf. Man kann das nicht einfach nur nebenbei zum Spaß machen. Es ist wirklich ein sehr ernsthafter Beruf, Pilot zu sein.»

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