Flugbegleiterin von Qatar Airways: 80 Prozent sind Frauen.

Internationale ArbeitsorganisationUno wirft Qatar Airways Sexismus vor

Systematische Diskriminierung und Sexismus: Die Internationale Arbeitsorganisation hat den Gewerkschaftlern Recht gegeben und erhebt schwere Vorwürfe gegen Qatar Airways.

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Die Internationale Arbeitsorganisation der Uno, ILO, hat der Internationalen Verkehrsgewerkschaft Recht gegeben. Die hatte kürzlich eine Beschwerde gegen die Qatar Airways eingereicht, in der sie der Golf-Airline vorwirft, Arbeitnehmerrechte zu missachten. Qatar Airways betreibe systematische Diskriminierung gegenüber bestimmten Gruppen wie etwa Frauen, heißt es.

Ein Beispiel seien Arbeitsverträge, die automatisch gekündigt werden können, wenn eine Flugbegleiterin schwanger wird. Auch dass Frauen sich in ihren von Qatar gestellten Wohnungen mit keinem Mann treffen dürfen, der nicht ihr Ehemann, Bruder oder Vater ist, sei gegen die Rechte von Arbeitnehmern. Angemessene Möglichkeiten, Beschwerde einzureichen, gebe es nicht.

Kritik an Regierung

Auch die Regierung von Katar wird kritisiert. Die ILO fordert sie auf, besser darauf Acht zu geben, dass die Angestellten einer staatlichen Firma angemessen behandelt werden. Zudem solle die Regierung dafür sorgen, dass Angestellte eine Anlaufstelle haben, wenn sie Opfer von Diskriminierung werden. Die Regierung hatte die Möglichkeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Laut dem ILO-Dokument hieß es, man könne nicht von Diskriminierung sprechen, wenn 80 Prozent der Angestellten Flugbegleiter Frauen seien.

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