Boeing 737-800 von Tuifly: Im deutschen Winter nach Kanada vermietet.

Kritik und VerteidigungTui kürzt bisher nur bei deutscher Fluglinie

Zum Tui-Konzern gehören mehrere Airlines. Doch nur für die deutsche sind bisher drastische Kürzungen bekannt. Das sorgt für Kritik.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Tuifly baut in Deutschland kräftig ab. Die Airline-Tochter des Reisekonzerns schließt mehrere Standorte, halbiert die angepeilte Flottengröße und streicht Arbeitsplätze. Wie viele Jobs genau wegfallen, werden Gespräche zwischen dem Unternehmen und Arbeitnehmervertretern zeigen. Tui-Konzernchef Friedrich Joussen sagte am Montag (8. Juni) laut der Nachrichtenagentur Reuters aber: «Wir reden über 900 Vollzeitstellen.»

Die Vereinigung Cockpit kritisiert das scharf. «Der Tui-Konzern darf Corona-Staatshilfen nicht missbrauchen, um tarifgebundenes Personal in Deutschland abzubauen», so die Pilotengewerkschaft. Das Unternehmen hatte im April einen Kredit der staatlichen Förderbank KFW in Höhe von 1,8 Milliarden Euro erhalten. Aktuell gibt es Berichte über weiteren Finanzbedarf.

Kürzungen bisher nur bei deutscher Tuifly

Die Gewerkschaft vermutet, dass die deutsche Konzernairline Tuifly bei einer guten Buchungslage im Winter 2020/21 und Sommer 2021 Kapazitäten hinzukaufen müsste, auch im Ausland. «Der Konzern darf die staatlichen Hilfen, die als kurzfristige Überbrückung für die derzeitigen Ausfälle gedacht sind, nicht missbrauchen, um langfristig Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern.»

Tuifly- Angestellte kritisieren zudem, dass nur in Deutschland abgebaut wird: «Die anderen Tui-Airlines sehen sich nicht mit einem derart massiven Stellenabbau konfrontiert - obwohl zum Beispiel Großbritannien deutlich stärker unter den Auswirkungen von Corona zu leiden hat», sagt ein Betroffener zu aeroTELEGRAPH.

Tui verweist auf andere Marktgegebenheiten...

Tui hat auch Airline-Töchter in Belgien, den Niederlanden, Großbritannien und Schweden. Kürzungspläne für diese Fluggesellschaften sind bisher nicht bekannt. «In den anderen Ländern herrschen andere Marktgegebenheiten», sagt eine Tui-Aviation-Sprecher.

So gebe es etwa in Großbritannien nach den Pleiten von Monarch Airlines (2017) und Thomas Cook (2019) immer noch eine Unterversorgung. «Dort hatten wir vor der Corona-Krise für den Sommer eigentlich geplant, im zweistelligen Bereich Flugzeuge hinzu zu leasen.»

... und Flotten

Zudem seien die Flotten unterschiedlich aufgebaut, argumentiert Tui. «In den anderen Ländern hat Tuifly Winterflotten und im Sommer leasen sie Flieger hinzu», sagt der Sprecher. «In Deutschland ist es umgekehrt: Wir haben eine Sommerflotte und im Winter vermieten wir eigentlich immer rund zehn Flugzeuge nach Kanada.» Dort fliegen sie für die Tui-Beteiligung Sunwing Airlines.

Mehr zum Thema

Braucht Tui nochmals 1,2 Milliarden Euro Staatshilfe?

Braucht Tui nochmals 1,2 Milliarden Euro Staatshilfe?

Tuifly-Jet in Düsseldorf: Erstmal wird es wohl bei Kurz- und Mittelstrecke bleiben.

Tuifly schrumpft, streicht und schließt

Boeing 737 Max von Tui: Der deutsche Ableger hat noch keine.

Tui bekommt restliche 737 Max zwei Jahre später

ticker-tuifly

Tuifly-Flug nach Düsseldorf muss auf Ibiza zwischenlanden

Video

Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert
Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil