Flieger von Alitalia: Niemand hat mehr Interesse.

Keine Interessenten mehrStaat übernimmt Alitalia

Die Corona-Krise hat die Pläne verunmöglicht, einen Käufer für die italienische Nationalairline zu finden. Deshalb wird Alitalia verstaatlicht.

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Luftfahrt

Sonderverwalter Giuseppe Leogrande hat im Februar angekündigt, Sparmaßnahmen einzuleiten und das Langstreckenangebot zu kürzen. Und die Regierung hatte zugestimmt, dass die Schulden von Alitalia in eine Verwertungsgesellschaft ausgelagert werden. So sollte die Nationalairline für einen potenziellen Investor attraktiv gemacht werden.

Investoren können theoretisch noch bis am Mittwoch (18. März) ihr Interesse bekunden. Doch weder Leogrande noch die Regierung rechnen mehr damit, dass jemand Alitalia kaufen möchte. Zu viel hat sich mit der Coronavirus-Epidemie in den letzten zehn Tagen verändert. Keine andere Fluggesellschaft hat mehr Geld für Übernahmen und die italienische Fluglinie wurde selbst noch unattraktiver.

Fonds für die Luftfahrtbranche

Deshalb sucht die Regierung nun eine andere Lösung für Alitalia, die sich seit bald drei Jahren in der Insolvenz befindet. Der neueste Plan ist, dass das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen eine neue Gesellschaft gründet, welche die Fluggesellschaft in einem zweiten Schritt übernimmt. Damit würde sie verstaatlicht.

Gleichzeitig hilft der italienische Staat der nationalen Luftfahrtbranche. Dazu schafft er einen Fonds von 600 Millionen Euro, um notleidende Unternehmen zu unterstützen. Alitalia hat bereits angekündigt, wegen der Corona-Krise 2785 Angestellte in die Kurzarbeit mit Pensum null* schicken zu wollen, Easyjet 1470, Blue Panorama 634. Mit der Betriebseinstellung wurden zuvor bereits 1450 Frauen und Männer bei Air Italy arbeitslos.

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