Flugzeug von Air Italy: Für immer am Boden.

GroundingAir Italy stellt alle Flüge ein

Trotz Unterstützung von Qatar Airways: Air Italy gibt auf. Die Fluggesellschaft wird liquidiert, die Flieger stehen am Boden.

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Alitalia ist noch immer nicht gerettet. Während die Sonderverwalter und die Regierung in Rom mit möglichen Investoren noch nach einer Lösung suchen, ist das Schicksal der zweitgrößten italienischen Fluggesellschaft besiegelt. Der Aufsichtsrat von Air Italy hat am Dienstag (11. Februar) die freiwillige Liquidierung beschlossen.

In den kommenden zwei Wochen wird es zwar noch Flüge unter dem Iata-Code IG geben. Doch die werden von anderen Fluggesellschaften durchgeführt. Die eigenen Flugzeuge von Air Italy bleiben ab sofort am Boden. Am frühen Morgen des 26. Februar ist dann endgültig Schluss.

Qatar Airways sah weiter «großes Potenzial»

Das Aus für die Traditionsairline ist eine Niederlage für Qatar Airways. Die Golfairline stieg im November 2017 als Minderheitsaktionärin ein und kaufte 49 Prozent der Anteile. Die Mehrheit blieb bei der italienischen Alisarda, hinter der Karim Aga Khan IV. steht, der Multimilliardär, der auch religiöser Führer von 20 Millionen ismailitischen Nizariten ist.

Man habe seit dem Einstieg an das «große Potenzial» der Fluggesellschaft geglaubt, schreibt Qatar Airways in einer Mitteilung. Man sei auch bereit gewesen, Air Italy zu unterstützen. Aber dazu habe es auch Engagement aller Anteilseigner bedurft, so die Golfairline weiter. Offenbar wollte Alisarda nicht mehr mitziehen.

Schon 57 Jahre alt

Air Italy entstand aus der 1963 gegründeten und nach dem Einstieg von Qatar Airways umgetauften Meridiana. Zuletzt bestand die Flotte aus zwölf Flugzeugen - vier Airbus A330 und acht Boeing 737.  Eigentlich war vorgesehen, dass die Fluglinie mit dem Geld der neuen Aktionäre auf einen Flugzeugpark von 20 Boeing 737 Max 8 für Kurz- und Mittelstreckenverbindungen und 30 Boeing 787 Dreamliner für Interkontinentalflüge ausgebaut wird.

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