Antonov An-24 von Polar Airlines: Die russische Regionalairline wird den Turbopropflieger bis 2025 ausmustern.

Antonov An-2 und An-24Polar Airlines will alte Sowjetflieger loswerden

Yakutia Airlines Tochter für entlegene Regionen entrümpelt ihre Flotte. Die rund 40 Jahre alten Sowjetflieger machen Platz für russische Neuentwicklungen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

In der größten Region des größten Landes der Welt lebt es sich sehr einsam. Am östlichen Rands Russlands zwischen Polarmeer und fast bis China reichend gelegen, nimmt die Region Sacha ein Fünftel der Fläche des Landes ein. Von den insgesamt 145 Millionen Einwohnern der Russischen Föderation leben aber nicht mal ein Prozent hier.

Das Sachas eigene Regionalairline Yakutia Airlines einen Spezialableger für sehr entlegene Flugplätze besitzt, verwundert daher nicht. Polar Airlines setzt mit Antonov An-24 oder An-2 auf Propellerflieger, die dank ihrer Robustheit in Sacha brillieren. Doch bei aller Strapazierfähigkeit: Die noch in der Sowjetunion entwickelten Flieger sind altersmüde geworden.

Durchschnittlich 40 Jahre alt

Polar Airlines hat für ihre An-2 und An-24 dieser Tage ein Ablaufdatum festgelegt. Bis 2025 wird die Airline die Flugzeuge ausmustern. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Zusammen mit Transporthubschraubern vom Typ Mil Mi-8, die ebenfalls ausgeflottet werden, hat diese Teilfotte derzeit ein Durchschnittsalter von etwa 40 Jahren.

Sowohl für den einmotorigen Kurzstreckenflieger An-2 als auch für den größeren zweimotorigen Turboprop Antonov An-24 entwickelt Russland derzeit Nachfolger. Das staatliche Herstellerkonsortium UAC plant den Erstflug der Ilyushin Il-114-300 als Ersatz für etwa die An-24 noch in diesem Jahr und stieß bereits die Serienproduktion an. Für den bisher namenlosen An-2-Nachfolger ist eine Einführung 2023 geplant.

Deal unter Staatsfirmen

Polar Airlines plant die Einflottung beider Neuentwicklungen. Diese Ablösung folgt nach einer Blaupause des Kremls. Für Polar Airlines' Mutterairline Yakutia ist die Einflottung des bislang wenig erfolgreichen Regionaljets Superjet 100 und der neue Irkut MS-21 vorgesehen.

Für die Regionalairline Aurora, noch im Besitz der Nationalairline Aeroflot, soll nach Plänen Moskaus der Umbau zu einer größeren Airline erfolgen, die den Verkauf neuer russischer Regionalflugzeuge wie der Il-114-300 ankurbeln soll.

Jüngere Sowjetflieger bleiben erhalten

Flieger aus Zeiten der Sowjetunion werden bei Polar Airlines dennoch weiterhin im Einsatz bleiben. Mit der An-3 betreibt die Fluglinie eine Weiterentwicklung der An-2. Sie wird mit Turboproptriebwerk anstelle eines Kolbenmotors angetrieben.

Auch die jüngeren An-26, eine ursprünglich fürs Militär entwickelte und robustere Version der An-24 mit Heckladerampe, bleiben bei Polar Airlines vorerst im Dienst. Ebenso betreibt die Airline ein Exemplar des zweimotorigen Kurzstreckenfliegers Let L-410.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie Aufnahmen der Flugzeuge von Polar Airlines.

Mehr zum Thema

Regionalflieger Antonov An-158: Ukraine will eigene Regionalairline mit heimischen Fliegern.

Ukraine will mit neuer Staatsairline Antonov helfen

Chinesischer ATR-Konkurrent nimmt Gestalt an

Chinesischer ATR-Konkurrent nimmt Gestalt an

Triebwerk einer ATR 72-600: Mischt Embraer künftig im Turbopropmarkt mit?

Embraers Turboprop könnte schon 2025 fliegen

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack