Flieger von Aurora: Aeroflot plant Verkauf der Anteile.

AuroraAeroflot gibt Regionaltochter in Sachalin ab

Die russische Nationalairline plant ihre Expansion ohne Aurora. Die Region Sachalin, derzeit Mitbesitzerin, soll alle Anteile übernehmen und die Regionalairline alleine ausbauen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Auf Sachalin sind die Winter sehr lang, rau und kalt. Nördlich von Japan und in Blickweite des russischen Festlands liegt die russische Insel. Geopolitisch trägt sie große Bedeutung: Für Russland ist sie zugleich Außenposten und wichtige Öl- und Gasquelle.

Bereits 2012 kümmerte sich der Kreml darum, Sachalin besser an den Rest von Russland anzubinden. Mit Aurora gründeten Nationalfluglinie Aeroflot und die Verwaltung Bezirks Sachalin eine neue Regionalfluglinie. Sie ist vor allem dazu bestimmt, die Wirtschaft der Region anzukurbeln. Noch immer verfolgt sie eine ehrgeizige Expansion. Doch künftig wird diese nicht mehr unter der Schirmherrschaft von Aeroflot erfolgen.

Moskau plant Ausbau

Die russische Nationalairline plant, ihre 51 Prozent der Anteile an Aurora an die Region Sachalin abzugeben. Dies sagte ein Vertreter des russischen Verkehrsministeriums vergangene Woche gemäß dem Portals Russian Aviation Insider. In den jüngsten Expansionsplänen von Aeroflot spielt ein Ausbau von Inlandsrouten zum äußersten Osten des Landes keine Rolle mehr.

In kürzlich der Regierung vorgelegten Wachstumsstrategie von Aeroflot findet Aurora keine Erwähnung. In Branchenkreisen wird dennoch damit gerechnet, dass auch sie weiterhin ausgebaut werden soll. Bereits im vergangenen Jahr kündigte Russlands Regierung an, dass Luftverkehrsnetz im fernen Osten des Landes weiter auszubauen.

Anschub für Flugzeugbau

Auch geht es dabei um die Förderung des russischen Flugzeugbaus. Im Kreml ist geplant, mit dem Aufbau einer neuen Regionalairline auch einen großen Abnehmer für heimische Neuentwicklungen wie Ilyushin Il-114-300, Superjet 100 oder Irkut MS-21 auf die Beine zustellen. Aus Regierungskreisen heißt es derweil, dass die neue Fluglinie in Zusammenarbeit mit Aurora gegründet werden soll, berichtet Russian Aviation Insider weiter.

Mehr zum Thema

Serienexemplar der Il-114: Erste Montage von zwei Rumpfsegmenten.

Serienfertigung der Il-114-300 kommt voran

Ehemaliger Superjet von Red Wings: Die russische Airline war unzufrieden.

Red Wings muss 60 Superjets übernehmen

MS-21: Testflüge für Zulassung mit vier Prototypen.

MS-21 droht Verspätung

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack