Triebwerk einer ATR 72-600: Mischt Embraer künftig im Turbopropmarkt mit?

Neues ModellEmbraers Turboprop könnte schon 2025 fliegen

Der brasilianische Flugzeugbauer plant die Entwicklung eines Turbopropfliegers. Erstmals nennt Embraer Details und Zeitplan zum möglichen ATR- und Dash-8-Gegenspieler.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Vor allem die E-Jet-Reihe von Embraer ist zum Erfolgsprodukt geworden. Doch tief in der DNA des brasilianischen Herstellers steckt der Bau von Regionalflugzeugen, welcher vor über 50 Jahren den Start von Embraer markierte.

Bereits im vergangenen Jahr ließ Embraer verlauten, dass eine Rückkehr zu diesen Wurzeln möglich wäre. Damals noch mit Boeing als geplantem Partner im Rücken hieß es, Ressourcen in Sachen Entwicklung für ein modernes Turbopropflugzeug könnten frei werden. Doch auch trotz der gescheiterten Boeing-Übernahme hat man in Brasilien diese Träume nicht verworfen - erstmals nennt Embraers Management mögliche Details.

Gegenspieler für ATR und DHC

Auf der Farnborough Air Show, die aufgrund Corona derzeit virtuell stattfindet, äußert sich Rodrigo Silva e Souza zu einem möglichen Turbopropflieger. Der Marketingchef von Embraers Zivilflugzeugsparte sagt nach Berichten des Portals Aeroin, dass solch ein Flugzeug bereits «um 2025» verfügbar sein könnte. Dafür mitspielen müssten aber auch Hersteller eines geeigneten Triebwerks, so der Manager.

Zwischen 70 und 100 Sitzplätze sind für das Flugzeug vorgesehen. Damit wäre es etwas größer als die Modelle von ATR und die Dash-Reihe von De Havilland Canada DHC. Seit Jahren dominieren beide Hersteller den Markt für Turboprop-Flugzeuge in der Größenkategorie von etwa 40 bis 80 Sitzplätzen.

Embraer müsste Ersatz für Boeing finden

Embraers Turboprop soll mit Modernität und Umweltfreundlichkeit punkten. Die Technologie der heute verfügbaren Flieger sei inzwischen rund 30 Jahre alt, so Embraers Management.

Doch noch ist nicht nur die Wahl der Triebwerke unklar. Auch gilt es für Embraer, einen anderen Hersteller als Entwicklungspartner zu finden. Dies setzte der brasilianische Konzern als Voraussetzung für ein neues Turbopropflugzeug fest.

Interesse aus Asien

Vergangenen Monat prüften China, Indien und Russland laut Angaben der Nachrichtenagentur Reuters, ob eine Partnerschaft mit Embraer für sie von Interesse ist. Ob konkrete Verhandlungen in Aussicht stehen, ist bislang jedoch nicht bekannt.

Mehr zum Thema

Embraer Legacy 650E von Air Hamburg: Die letzte Neue.

Embraers letzter ERJ ging nach Deutschland

Die HB-AZE im Embraer-Werk von São José doss Campos.

Embraer macht bei den E-Jets die 1600 voll

Airbus A220-300 von Swiss: Kam noch als Bombardier C-Series CS300 an.

Beginnt jetzt die Ära von A220 und Embraer E2?

ticker-brasilien

Zu viele Klagen gegen Airlines: Brasilien will Regeln für Passagierrechte überarbeiten

Video

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg