Nachwuchspilot im Simulator: Lufthansa hat kaum noch Bedarf.

Kein Bedarf mehrLufthansa tritt bei Pilotenausbildung auf Bremse

Lufthansa, Eurowings, Austrian und Swiss verkleinern ihre Flotten. Daher brauchen sie weniger Piloten. Nun tritt die konzerneigene Flugschule auf die Bremse.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Noch vor knapp zwei Jahren hatte Lufthansa Aviation Training ein völlig anderes Problem. «Wir suchen händeringend Piloten», erklärte der damalige Chef des hauseigenen Ausbildungsbetriebes des deutschen Luftfahrtkonzerns. Man bekomme zwar gute Bewerbungen, aber zu wenige. Die Konkurrenz durch andere Airlines, aber auch die Attraktivität anderer Branchen machte sich bemerkbar.

Die Corona-Krise hat die Ausgangslage völlig verändert. Die Lufthansa-Gruppe verkleinert ihre Flotte um 100 Flugzeuge und hat dementsprechend auch einen Überhang an mehreren hundert Piloten. Für Neulinge wird es deshalb schwierig, auf absehbare Zeit bei Lufthansa, Eurowings, Austrian oder Swiss ins Cockpit zu kommen.

Kein Flugtraining in den USA

Das spüren auch Flugschüler, die bereits von der European Flight Academy aufgenommen worden sind, in der die Flugschulen von Lufthansa Aviation Training zusammengefasst sind. «Es ist zu erwarten, dass es mittelfristig keinen Bedarf an zusätzlichen Flugzeugführerinnen und -führern gibt», erklärt das Unternehmen in einer Mitteilung. Man erwarte zwar eine Erholung. Doch bis dahin werde es «einige Jahre» dauern.

Deshalb – und wegen der epidemiologisch unsicheren Lage in den USA – verlängert die European Flight Academy die Trainingspause an den beiden Flugschulen in Arizona und Florida bis «mindestens 31. Dezember 2020». An den beiden Standorten sammeln Flugschüler nach der ersten Theoriephase praktische Erfahrung in der Luft. Betroffen sind rund 750 Schülerinnen und Schüler.

Brüten über die Zukunft

Auch die rund 50 künftigen Flugschüler, die bereits eine Zusage zur Aufnahme in die European Flight Academy erhalten haben, sind betroffen. Sie können ihr Training nicht mehr aufnehmen. Ihnen wird eine «vorzeitige und kostenfreie Beendigung der Schulungsverträge» angeboten. Wie es mit der Pilotenausbildung weitergehen wird, ist noch offen. «Wir arbeiten an Lösungen für die Zukunft», so ein Sprecher von Lufthansa Aviation Training.

Schon vor der Corona-Krise ist Lufthansa bei der Ausbildung neuer Piloten auf die Bremse getreten. Die Verkleinerung der Flotte bei Lufthansa Cargo, die Anpassungen im Rahmen der Fokussierung bei Eurowings und der Stellenabbau bei Austrian Airlines sorgten bereits dafür, dass nicht alle Nachwuchspiloten auch übernommen werden konnten.

Mehr zum Thema

Lufthansa training plane

Lufthansa hat keinen Platz für Nachwuchspiloten

Simulator von Lufthansa Aviation Training: Vieles lässt sich auch hier erledigen.

Wie behalten Piloten beim Grounding ihre Lizenz?

Die Allegris-Kabine der Boeing 787 von Lufhansa

Lufthansa muss Großteil der Business Class in neuen Boeing 787 noch länger sperren

D-AIMH: Bekommt sie die Jubiläumslackierung?

Lufthansa flog leeren Airbus A380 nach Shannon - aus gutem Grund

Video

airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack