Airbus A350 von Lufthansa: Flüge werden teurer.

Höhere KostenLufthansa erhöht Ticketpreise: Zuschläge steigen um bis zu 300 Euro

Die Ticketpreise bei Lufthansa Group sind auf einigen Langstrecken spürbar gestiegen. Eine Auswertung des Portals Meilenoptimieren zeigt: Besonders in höheren Reiseklassen haben sich Zuschläge zuletzt deutlich erhöht.

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Dass Krisen sich auf Ticketpreise auswirken können, ist nichts Neues. Besonders, wenn sie sich auch auf den Ölpreis auswirken. Aktuell zeigt sich der Effekt aber besonders deutlich. Eine Analyse des Portals Meilenoptimieren legt nahe, dass Lufthansa ihre Zuschläge auf Langstreckenflügen zuletzt teils spürbar angehoben hat.

Die Auswertung basiert auf Vergleichsdaten aus Dezember 2025 und aktuellen Buchungen. Demnach sind die sogenannten Airline-Zuschläge - zusätzliche Gebühren neben dem reinen Ticketpreis - je nach Strecke und Reiseklasse um bis zu 300 Euro für einen Hin- und Rückflug gestiegen. Besonders betroffen sind Flüge in der Business Class und First Class nach Nord- und Mittelamerika.

Höhere Anstiege in Premium-Klassen von Lufthansa

So verteuerte sich etwa ein Business-Class-Flug von Frankfurt nach New York und zurück laut Analyse um rund 200 Euro. In der First Class liegt der Anstieg sogar bei rund 300 Euro. In Einzelfällen summieren sich die Zuschläge laut der Analyse auf über 3000 Dollar bei Abflug in Nordamerika.

In der Economy Class fallen die Anpassungen deutlich moderater aus. Hier bewegen sich die Aufschläge je nach Strecke meist im Bereich von 10 bis 50 Euro. In der Premium Economy und insbesondere in den höheren Reiseklassen sind die Unterschiede deutlich stärker ausgeprägt.

Nicht alle Strecken von Lufthansa betroffen

Auffällig ist zudem: Nicht alle Strecken sind gleichermaßen betroffen. Während Verbindungen nach Nordamerika oder Mittelamerika teurer wurden, blieben Preise etwa nach Ostasien teilweise stabil oder sanken sogar leicht.

Lufthansa: Man muss Teil der Kosten kompensieren

Lufthansa Group verweist darauf, dass sich Ticketpreise grundsätzlich aus mehreren Faktoren zusammensetzen. «Ganz grundsätzlich werden die Preise durch Angebot und Nachfrage bestimmt», erklärt der Konzern auf Anfrage von aeroTELEGRAPH. Die Zuschläge dienten dazu, «einen Teil der nicht beeinflussbaren Gebühren und Kosten» zu kompensieren. Treibstoff sei dabei nur ein Bestandteil.

Dass die Preise aktuell steigen, hängt mit der geopolitischen Lage zusammen. Der Krieg im Iran hat nicht nur Auswirkungen auf den Ölpreis, sondern auch auf Flugrouten, Versicherungsprämien und operative Kosten. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage auf vielen Langstrecken hoch. Disverse Konkurrentinnen haben bereits höhere Treibstoffzuschläge angekündigt.

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