Flugzeuge von Spirit und American AIrlines in Phoenix: Die gleben Flieger heben nicht mehr ab.

Airline-PleiteKurz nach Mitternacht endete die 34-jährige Geschichte von Spirit Airlines

Nun ist es Tatsache: Spirit Airlines hat nach 34 Jahren alle Flüge eingestellt. Die Konkurrentinnen stehen bereits in den Startlöchern und buhlen um die Kundinnen und Kunden der untergegangenen Ultra-Billigairline.

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Wenn eine Fluggesellschaft auf ihrer Webseite schreibt: «Gäste sollten nicht zum Flughafen fahren», dann verheißt das nichts Gutes. Genau das steht inzwischen bei Spirit Airlines zu lesen. Und weiter: «Alle Flüge sind gestrichen».

Und weiter: Mit großer Enttäuschung habe Spirit Airlines am 2. Mai 2026 mit der geordneten Einstellung des Flugbetriebs begonnen, die sofort in Kraft trete. Am Vortag sind die Versuche von Präsident Donald Trump, die Billigairline mit ihren 17.000 Angestellten zu retten, gescheitert.

Regierung wollte 500 Millionen in Spirit Airlines einschießen

Die Regierung der USA wollte mit 500 Millionen Dollar einspringen und im Gegenzug rund 90 Prozent der Anteile übernehmen. Zwei der drei wichtigsten Gläubigergruppen hatten dem Plan ebenfalls bereits zugestimmt. Wie die Zeitung The Wall Street Journal berichtet, gab es jedoch im Weißen Haus Meinungsverschiedenheiten darüber, ob und wie das Rettungspaket finanziert werden sollte.

Und auch einige Anleihegläubiger von Spirit Airlines waren vehement gegen den Deal, da sie überzeugt waren, dass er ihnen wirtschaftlichen Schaden zugefügt hätte. Da die Führung der Airline schon zuvor gewarnt hatte, ohne Kapitalspritze würde ihr das Geld innerhalb weniger Tage ausgehen, war die Folge klar.

Letzter Flug landete in Dallas

Mit Flug NK1833 aus Detroit nach Dallas endete am frühen Samstagmorgen (2. Mai) die Geschichte von Spirit Airlines. Der Airbus A320 mit dem Kennzeichen N604NK landete kurz nach Mitternacht in Dallas. «Wir sind stolz auf den Einfluss, den unser Ultra-Lowcost-Modell in den letzten 34 Jahren auf die Branche hatte, und hatten gehofft, unsere Gäste noch viele Jahre lang bedienen zu können», so die Fluggesellschaft in einer Stellungnahme.

Spirit Airlines hatte zuletzt noch einen Marktanteil von unter zwei Prozent in den USA. Auf dem Höhepunkt waren es einmal fünf Prozent gewesen, noch vor einem Jahr hatte er gemäß dem Datenanbieter Cirium bei etwas über 3,5 Prozent gelegen. Alle Konkurrentinnen - von American über United bis Southwest - haben sich inzwischen bereits gemeldet und betroffenen Passagierinnen und Passagieren von Spirit Airlines Unterstützung angeboten.

Frontier will von Spirit-Aus profitieren

Direktkonkurrentin Frontier Airlines betonte, dass sie derzeit mehr als 100 Strecken bediene, die auch von Spirit geflogen wurden. Man werde jetzt neun weitere Strecken sowie 15 zusätzliche tägliche Flüge in 18 ehemaligen Spirit-Märkten hinzufügen.

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