Wenn eine Fluggesellschaft auf ihrer Webseite schreibt: «Gäste sollten nicht zum Flughafen fahren», dann verheißt das nichts Gutes. Genau das steht inzwischen bei Spirit Airlines zu lesen. Und weiter: «Alle Flüge sind gestrichen».
Regierung wollte 500 Millionen in Spirit Airlines einschießen
Und auch einige Anleihegläubiger von Spirit Airlines waren vehement gegen den Deal, da sie überzeugt waren, dass er ihnen wirtschaftlichen Schaden zugefügt hätte. Da die Führung der Airline schon zuvor gewarnt hatte, ohne Kapitalspritze würde ihr das Geld innerhalb weniger Tage ausgehen, war die Folge klar.
Letzter Flug landete in Dallas
Mit Flug NK1833 aus Detroit nach Dallas endete am frühen Samstagmorgen (2. Mai) die Geschichte von Spirit Airlines. Der Airbus A320 mit dem Kennzeichen N604NK landete kurz nach Mitternacht in Dallas. «Wir sind stolz auf den Einfluss, den unser Ultra-Lowcost-Modell in den letzten 34 Jahren auf die Branche hatte, und hatten gehofft, unsere Gäste noch viele Jahre lang bedienen zu können», so die Fluggesellschaft in einer Stellungnahme.
Spirit Airlines hatte zuletzt noch einen Marktanteil von unter zwei Prozent in den USA. Auf dem Höhepunkt waren es einmal fünf Prozent gewesen, noch vor einem Jahr hatte er gemäß dem Datenanbieter Cirium bei etwas über 3,5 Prozent gelegen. Alle Konkurrentinnen - von American über United bis Southwest - haben sich inzwischen bereits gemeldet und betroffenen Passagierinnen und Passagieren von Spirit Airlines Unterstützung angeboten.
Frontier will von Spirit-Aus profitieren
Direktkonkurrentin Frontier Airlines betonte, dass sie derzeit mehr als 100 Strecken bediene, die auch von Spirit geflogen wurden. Man werde jetzt neun weitere Strecken sowie 15 zusätzliche tägliche Flüge in 18 ehemaligen Spirit-Märkten hinzufügen.
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