Flugzeuge von Spirit Airlines in Miami: Heben nicht mehr ab.

Finanzierung nicht gesichertSpirit Airlines ist am Ende – Rettung scheitert in letzter Minute

Eigentlich war die Rettung schon in Griffweite. Doch nun steht die amerikanische Billigairline vor dem Grounding. Die staatliche Finanzierung über 500 Millionen Dollar ist offenbar geplatzt – und damit die letzte Hoffnung für Spirit Airlines.

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Eigentlich sah es gut aus. Für Spirit Airlines schien eine Rettung in greifbarer Nähe. Die Regierung der USA wollte mit 500 Millionen Dollar einspringen und im Gegenzug rund 90 Prozent der Anteile übernehmen. Zwei der drei wichtigsten Gläubigergruppen hatten dem Plan ebenfalls bereits zugestimmt. Die Maßnahme sollte eine Liquidation verhindern und rund 17.000 Arbeitsplätze sichern.

Doch daraus wird offenbar nichts. Wie die Zeitung Wall Street Journal berichtet, ist es Spirit Airlines nicht gelungen, die nötige Unterstützung zu sichern. Weder von staatlicher Seite noch von Investoren kam am Ende ausreichend Rückhalt zustande, um die Finanzierung abzuschließen. Damit fehlt das dringend benötigte Geld und die Billigairline bereitet sich darauf vor, den Betrieb einzustellen.

Spirit kämpft schon lange ums Überleben

Der Schritt wäre die vorläufige Eskalation einer Entwicklung, die sich schon länger abzeichnet. Spirit Airlines musste innerhalb eines Jahres gleich zwei Mal Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen. Im Zuge der Restrukturierung hatte sie zwar erste Schritte eingeleitet. So sollte die Flotte bis zum Sommer auf 76 bis 80 Flugzeuge verkleinert werden, vor allem auf Airbus A320 und A321 der älteren Generation. Damit wollte Spirit Airlines Schulden, Leasingkosten und laufende Ausgaben senken. Parallel straffte die Airline auch das Streckennetz.

Doch gereicht hat das nicht. An den Finanzmärkten reagierten Anleger prompt auf den Bericht. Die Aktie von Spirit Airlines verlor am Freitag (1. Mai) rund 75 Prozent an Wert. Gleichzeitig legten die Aktien von Wettbewerbern zu, darunter Southwest Airlines, Jetblue und Frontier. Auch große Netzwerkairlines konnten Kursgewinne verbuchen.

Ticketpreise dürften steigen

Das Ende von Spirit Airlines wird spürbare Folgen haben. Die Airline ist ein wichtiger Anbieter im Ultra-Lowcost-Segment und hat vielerorts für besonders günstige Preise gesorgt. Ihr Marktanteil betrug im besten Moment fünf, zuletzt zwei Prozent. Ihr Wegfall würde den Wettbewerb verändern und dürfte für Passagiere zumindest mittelfristig eher höhere Ticketpreise bedeuten.

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