Zug der Ferrovie dello Stato: Alitalia und die Bahn werden zu einem Unternehmen.

AlitaliaItalienische Bahn zeigt Lufthansa kalte Schulter

Lufthansa kommt nicht zum Zuge: Delta und Easyjet sind Wunschpartner der italienischen Staatsbahn bei der Neuausrichtung von Alitalia.

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Die Ferrovie dello Stato Italiane oder kurz FS haben von der Regierung in Rom die Führungsrolle zugesprochen erhalten. Seither plant das Staatsunternehmen die Zukunft von Alitalia. Den Bahnmanagern war von Anfang an klar, dass sie dabei Hilfe von einem Partner aus der Luftfahrt brauchen.

Nun haben sich die Ferrovie dello Stato zumindest vorläufig entschieden. Nachdem sich die beiden stark interessierten Fluggesellschaften Delta und Easyjet für das Projekt zusammenschlossen, hat der Aufsichtsrat der Bahn beschlossen, mit ihnen Verhandlungen aufzunehmen. Darin sollen «die wichtigsten Elemente des Plans für eine neue Alitalia weiter definiert werden», heißt es in einer Pressemitteilung.

Staat will starker Aktionär sein

Damit bleibt Lufthansa außen vor. Die deutsche Fluggesellschaft hatte wiederholt Interesse gezeigt, bei Alitalia zumindest als strategischer Partner mitzumischen. Man könnte der italienischen Nationalairline viel bieten. Man sei eine starke und erfolgreiche Gruppe und habe Erfahrung im Bereich Integration, meinte kürzlich Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister im Handelsblatt.

Derweil will aber auch der Staat weiterhin eine tragende Rolle spielen. Man könne am Ende einen Anteil von mehr als 15 Prozent an Alitalia halten, erklärte Wirtschaftsminister Luigi Di Maio gemäß der Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag (14. Februar). Bereits früher hatte er erklärt: «Es ist aber für diese Regierung klar, dass Alitalia ein staatliches Unternehmen bleiben muss, das sich an der produktiven italienischen Realität ausrichtet.»

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