Flieger von Alitalia: Easyjet könnte Zubringer für die Langstrecken werden.

Strategischer PartnerStaatsbahn will mit Easyjet Alitalia retten

Die Ferrovie dello Stato will sich bei der Übernahme der italienischen Nationalairline Hilfe holen. Sie reden mit Easyjet und anderen über eine Beteiligung an Alitalia.

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Gianfranco Battisti fehlt nur noch das Okay aus Rom. «Wir haben unser Angebot eingereicht und sind bereit», sagte der Chef der FS Ferrovie dello Stato vergangene Woche. Man warte jetzt auf die Entscheidung des Industrieministeriums zur Übernahme von Alitalia. Alles andere als ein Zuschlag für die italienischen Staatsbahnen wäre eine Überraschung.

Die italienische Bahn will mit Alitalia einen integrierten Mobilitätskonzern schaffen. Ziel sei die Förderung des Tourismus in Italien, so Battisti. Diese Idee habe in Rom «starkes Interesse» geweckt, so der Manager weiter. So sollen die Flughäfen Rom Fiumicino und Mailand Malpensa ans Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden. Im Gegenzug soll Alitalia unprofitable Strecken wie Rom – Neapel oder Rom – Florenz einstellen. Bahn und Fluggesellschaft sollen sich also ergänzen und nicht mehr bekämpfen.

Easyjet als Juniorpartner

Offenbar wollen die Ferrovie dello Stato dies aber nicht allein tun. Wie Battisti bestätigte, verhandelt er auch mit Easyjet über eine Beteiligung am neuen Konstrukt. Die britische Billigairline hatte ebenfalls Interesse an Alitalia gezeigt, aber kein bindendes Angebot abgegeben. Sie soll nun als Juniorpartner an Bord sein. Easyjet ist vor allem an Zubringerflügen nach Rom und Mailand interessiert.

Die Staatsbahnen sprechen aber mit weiteren Airlines über die Rolle eines strategischen Partners. Wie die Zeitung Corriere della Sera schreibt, ist das Management auch mit Delta Air Lines in Gesprächen. Die Amerikaner hatten ebenfalls ein Angebot für Alitalia abgegeben und könnten nun zum Partner für Langstrecken werden.

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