Airbus A321 Lr von SAS: Die Airline ist hoch verschuldet.

BerichtInvestoren wollen angeschlagene SAS übernehmen

Eine Gruppe ausländischer Investoren hat offenbar Interesse, bei der Fluglinie einzusteigen. Und SAS braucht dringend frisches Geld.

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Wenige Wochen nachdem er seinen Job angetreten hatte, sprach Anko van der Werff Klartext und sorgte damit für Aufsehen. «SAS kämpft ums Überleben», sagte er vergangenen Oktober öffentlich. Man müsse die Dinge bei der Fluggesellschaft deutlich anders machen, fuhr er damals fort.

Seine harte Botschaft vertritt er weiterhin. «Unsere Kostenstruktur ist [...] etwas, das wir grundlegend ändern müssen. Wir müssen voll wettbewerbsfähig sein, um relevant zu bleiben», sagte van der Werff diese Woche bei der Präsentation der Resultate des zweiten Quartals. Er meint damit vor allem auch die Mitarbeitenden und ihre Vertretungen, die bisher noch nicht in dem Maße bereit sind, Eingeständnisse zu machen, wie sich das Management von SAS wünscht.

Frisches Geld einschießen

Zugleich erklärte der SAS-Chef, dass die hoch verschuldete Fluggesellschaft frisches Kapital brauche. Zum einen wolle man 20 Milliarden Kronen (1,9 Milliarden Euro) an Fremd- in Eigenkapital umwandeln, so van der Werff. Zum anderen plane man, 9,5 Milliarden Kronen an frischem Kapital aufzunehmen, um die Liquidität zu sichern. Doch die beiden größten Aktionäre sind noch nicht überzeugt vom Plan und zögern, mitzumachen: die Regierungen von Schweden und Dänemarks, die beide je 21,8 Prozent der Anteile halten.

Dabei will offenbar eine Gruppe ausländischer Investoren helfen. Gemäß der Zeitung Dagens Industri hat sie bereits Berater angeheuert, die sie in Gesprächen mit SAS vertreten sollen. Sie würde Kapital einschießen. Im Gegenzug würden die bisherigen Aktionäre über eine Kapitalverwässerung an Einfluss verlieren.

Norwegen ist bereits ausgestiegen

Das könnte den Regierungen von Schweden und Dänemark durchaus gelegen kommen, die während der Pandemie der Fluggesellschaft kräftig unter die Arme greifen musste. Die Regierung von Norwegen hat ihre Anteile an SAS 2018 verkauft.

Auch Lufthansa war in der Vergangenheit immer wieder als möglicher Investor bei SAS genannt worden. Die deutsche Fluggesellschaft ist allerdings derzeit gerade bei ITA Airways beschäftigt. Die Gerüchte kommentiert SAS nicht.

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