Dreamliner in Indigo-Farben: Der Deal ist beendet.

London Heathrow gestrichenAirbus A321 XLR statt Boeing 787: Indigo schrumpft ihre Flüge nach Amsterdam drastisch

Indigo hat die sechs Boeing 787 von Norse Atlantic zurückgegeben und fliegt nicht mehr nach London-Heathrow. Amsterdam steuert die indische Airline weiter an, allerdings mit dem deutlich kleineren Airbus A321 XLR.

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Indigo bietet seit 2023 Langstreckenflüge an, allerdings ohne eigene Flugzeuge dafür. Zunächst mietete die indische Fluggesellschaft zwei Boeing 777-300ER von Turkish Airlines und flog damit nach Istanbul. Doch Indigo wollte mehr. Ab 2025 mietete sie deshalb bis zu sechs Boeing 787-9 von Norse Atlantic Airways.

Im sogenannten Damp Lease stellte Norse Flugzeuge und Cockpitpersonal, während von Indigo das Kabinenpersonal kam. Mit den sechs Boeing 787-9 flog Indigo nach Bangkok, Manchester, Amsterdam, Kopenhagen und London-Heathrow.

Amsterdam bleibt einziges Ex-Dreamliner-Ziel

Der Deal mit Turkish Airlines endete im Februar 2026, weil die Türkei im Konflikt mit Indien Pakistan unterstützt hatte. Im Sommer teilte Indigo dann mit, auch die Norse-Flieger Ende Oktober zurückzugeben. Gründe waren laut Airline Luftraumsperrungen, teures Kerosin und der schwache Wechselkurs. Zuerst strich Indigo Kopenhagen, im August folgte Manchester. Mit dem Ende des Leasingvertrags baut Indigo ihr Europageschäft um, berichtet die Zeitung Financial Express.

Die Flüge nach London-Heathrow hat die Airline seit dem 25. Oktober ausgesetzt, bis die ersten eigenen Airbus A350-900 eintreffen. Nach aktuellem Stand soll das erst 2028 der Fall sein. Von den Dreamliner-Zielen in Europa bleibt damit nur Amsterdam übrig, wie die indische Financial Express berichtet. Amsterdam bedient Indigo nun mit dem Airbus A321 XLR.

Airbus A321 XLR bietet nur noch 195 Plätze

Der Wechsel vom Dreamliner auf den A321 XLR hat deutliche Folgen. Die Norse-Jets boten 338 Sitze, davon 56 in der Premiumkabine. Im A321 XLR sind es nur noch 195 Plätze, davon zwölf Premiumsitze. Ein Bordunterhaltungssystem fehlt. Insgesamt hat Indigo 40 Airbus A321 XLR bestellt. Den ersten übernahm die Airline im Januar und setzt ihn seither unter anderem nach Athen ein. Laut dem Luftfahrtdatenportal CH-Aviation gehören inzwischen vier Exemplare zur Flotte.

Einen Rückzug von der Langstrecke sieht Indigo darin nicht. Die Zeit mit den Dreamlinern habe der Airline wertvolle Erfahrung gebracht, betont Planungs- und Ertragschef Abhijit Dasgupta gegenüber indischen Medien. Indigo habe Kompetenzen in Netzplanung, Crew-Einsatz, Wartung, Abfertigung und Ertragsmanagement aufgebaut. Darauf will die Fluggesellschaft zurückgreifen, sobald die eigenen Airbus A350 kommen.

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