In der Corona-Pandemie zog sich Norwegian von der Langstrecke zurück. Als Reaktion gründete Bjørn Tore Larsen mit den Mitinvestoren und einstigen Norwegian-Mitgründer Bjørn Kjos und Bjørn Kise eine neue Fluglinie: Norse Atlantic Airways. Dafür sicherten sie sich zu günstigen Leasingkonditionen Boeing 787, für die Norwegian keine Verwendung mehr hatte.
Im Juni 2022 nahm Norse den Betrieb auf. Drei Jahre später, 2025, begann die norwegische Fluggesellschaft dann aber, Flugzeuge samt Crews an die indische Indigo zu vermieten, die gerade auf eigene Langstreckenjets wartetet. Norse konnte so ihre Einnahmen stabilisieren und unabhängiger machen vom saisonabhängigen Transatlantikgeschäft.
Zusammenarbeit von Norse und Indigo endet am 1. November
Am Freitagabend (31. Juli) gibt Norse nun bekannt, dass die Zusammenarbeit mit Indigo am 1. November 2026 enden wird. «Grund hierfür sind die anhaltenden geopolitischen Herausforderungen, die sich auf die Luftfahrtbranche sowie auf den Langstreckenverkehr zwischen Indien und Europa auswirken», schreibt die norwegische Fluglinie.
Formelles Verfahren für möglichen Verkauf wird eingeleitet
«Die Rückgabe der verbleibenden fünf Flugzeuge, die derzeit von Indigo betrieben werden, erhöht die verfügbare Kapazität», erklärt Norse. Man führe bereits Gespräche mit mehreren Fluggesellschaften über Wetlease-Einsatzmöglichkeiten für bis zu fünf Flugzeuge. Zudem wolle man, «einen Teil der zurückkehrenden Flotte im eigenen Streckennetz einzusetzen, um die Kapazitäten auf ausgewählten, profitablen Routen während der kommenden Wintersaison zu erhöhen - etwa bei Flügen von Europa nach Orlando und New York.»
Außerdem treibt das Unternehmen die Pläne für einen möglichen Verkauf oder eine Fusion voran. «Angesichts des bisherigen Interesses im Rahmen der strategischen Überprüfung hat der Verwaltungsrat beschlossen, ein formelles Verfahren einzuleiten, das zu einem Verkauf, einer Fusion oder einer Partnerschaft führen könnte», heißt es.
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