Dass es knapp ist, wusste man. Im Mai sagte Annette Mann zum Radio ORF: «Wenn ich rein wirtschaftlich eine Entscheidung treffen würde, hätte ich den Innsbruck- und auch Klagenfurt- oder Graz-Flug wahrscheinlich schon nicht mehr im Portfolio». Die Chefin von Austrian Airlines ergänzte jedoch: «Aber wir sehen uns hier natürlich auch in der Standortverantwortung.»
Austrian Airlines investiert in Produkt, aber reduziert Angebot
An den Investitionen in neue Boeing 787-9, Airbus A320 Neo und weitere Modernisierungsprojekte hält Austrian Airlines fest. Die Lufthansa-Tochter spart aber intern durch «Anpassung des Projektportfolios sowie verstärkte Effizienzsteigerungen im administrativen Bereich», so die Fluggesellschaft am Dienstag (4. August). Zugleich reduziert sie ihr Angebot. Man streiche Strecken, die durch die deutlich gestiegenen Kerosinpreise «wirtschaftlich nicht mehr tragfähig» seien. Dazu gehören Flüge nach Tiflis, Keflavik und Porto, die bis auf Weiteres ausgesetzt werden.
Aber auch beim Wackelkandidaten Graz setzt AUA den Rotstift an. Die Strecke wird zum Winterflugplan 2026/27 ganz eingestellt. Dies sei eine schwierige Entscheidung und sie sei «unter sorgfältiger Abwägung der Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Graz getroffen» worden. Lufthansa Group binde die Hauptstadt des südösterreichischen Bundeslandes Steiermark weiterhin 46 Mal pro Woche über Frankfurt, München und Zürich an ihr weltweites Netz an. Die Flüge zwischen Wien und Graz seien jedoch seit Jahren hoch defizitär gewesen.
Austrian Airlines reduziert auch in Klagenfurt
Auch in Klagenfurt baut Austrian Airlines ab. Statt wie aktuell noch elf Flüge pro Woche nach Wien gibt es im Winter nur noch sechs. Dabei fällt die jeweils späte Verbindung weg, die eine teure Übernachtung der Crew in Klagenfurt zur Folge hat. Solche Night-Stops streicht AUA auch in Kopenhagen, Warschau und Krakau. Kommenden Sommer soll es jedoch in Klagenfurt wieder mehr Flüge geben.
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