Airbus A320 von Cham Wings wird im Januar 2021 entladen: Humanitäre Fracht bei heikler Airline.

Cham WingsEU hebt Sanktionen gegen umstrittene Airline auf

Cham Wings wird von den USA der Unterstützung des syrischen Regimes verdächtigt. Die EU hat nun ihre Sanktionen gegen die Fluglinie aufgehoben. Ganz anders sieht es bei deren Eigentümer aus.

Top-Jobs

Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die EU hat ihre Sanktionen gegen die private syrische Fluggesellschaft Cham Wings diese Woche aufgehoben. Sie hatte der Airline zuvor vorgeworfen, vergangenes Jahr Flüchtlinge nach Belarus geflogen zu haben, damit das Regime in Minsk diese als Druckmittel gegen Europa verwenden kann.

Trotz der Aufhebung der Sanktionen ist Cham Wings auch in Europa weiterhin nicht ohne Makel. Die Europäische Union hat am Donnerstag (21. Juli) neue Sanktionen gegen syrische Personen ausgerufen. Einer der Betroffenen ist Issam Shammout, ein Verbündeter von Präsident Bashar al-Assad. Shammout habe geholfen, Söldner für Russland zu rekrutieren, um im Ukraine-Krieg zu kämpfen. Er ist Eigentümer von Cham Wings.

In den USA immer noch sanktioniert

In den USA steht die Fluglinie immer noch unter Sanktionen. Cham Wings habe «mit Vertretern der syrischen Regierung zusammengearbeitet, um Kämpfer nach Syrien zu transportieren», schrieb das Finanzministerium der Vereinigten Staaten 2016 in einer Sanktionsanordnung, die bis heute gilt. Zudem habe die Fluggesellschaft den syrischen Militärgeheimdienst bei der Beförderung von Waffen und Ausrüstung für das syrische Regime unterstützt.

Damit nicht genug. Der Flug von Cham Wings von Damaskus nach Dubai sei «eine der Hauptrouten, die der syrische Militärgeheimdienst zur Geldwäsche in der gesamten Region nutzte», so das Finanzministerium in Washington. Dabei hätten die Beamten alle beteiligten Parteien bezahlt, «um sicherzustellen, dass sie weiterhin Geschäfte mit dem Assad-Regime machen würden», heißt es weiter.

WHO charterte Flieger von Cham Wings

Ausgerechnet diese Fluggesellschaft hatte auch ie Weltgesundheitsorganisation WHO im Januar 2021 gechartert, um humanitäre Hilfe wie beispielsweise Medikamente nach Libyen zu fliegen. Der Flug ging von Dubai nach Benghazi.

«Aufgrund der Lage vor Ort sind die Möglichkeiten für Luftfrachtlieferungen nach Libyen minimal, und in diesem Fall wurde die medizinische Fracht der WHO von der Fluggesellschaft Chams Wings transportiert, die nicht den Sanktionen der Vereinten Nationen unterliegt», sagte ein WHO-Sprecher damals gegenüber dem Portal Middle East Eye.

Mehr zum Thema

Flieger von Mahan: Die Airline bedient syrische Ziele.

Irans Mahan Air hilft Assad-Regime in Syrien

Früher war der Jumbo-Jet für Mahan Air im Einsatz.

Der zwielichtige Kapitän der in Argentinien gestrandeten Boeing 747

Airbus von MEA: Bald auch Maschinen von Boeing in der Flotte?

Middle East Airlines will trotz Krieg in Syrien wachsen

Flughafen Domodedovo: Nicht mehr Mitglied von ACI

Europäischer Flughafenverband verbannt Moskau-Domodedovo

Video

Weihnachtsspot 2025 von Aena: Elfen spielen eine zentrale Rolle.
Weihnachtsfilme sollen berühren – nicht verkaufen. Erfolgreich sind jene Fluglinien und Flughäfen, die Emotionen wecken, ohne ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren. Wer das 2025 schafft - und wer nicht.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Boeing 737-800 vom KLM: Die PG-BXK wird zerlegt.
Rund 25 Jahre war die Boeing 737-800 mit der Kennung PH-BX für die niederländische Nationalairline unterwegs. Nun wird sie zum Ersatzteilspender - als Premiere für KLM.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A340-300 in Global-Airlines-Livery: Wird das das zweite Flugzeug für Global Airlines?
Im Mai führte sie ihre ersten vier Flüge durch, dann wurde es still um die britische Fluglinie. Während ihr Airbus A380 von Global Airlines in Tarbes steht, gibt Chef James Asquith ein neues Lebenszeichen und präsentiert einen Airbus A340.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies