Früher war der Jumbo-Jet für Mahan Air im Einsatz.

Emtrasur CargoDer zwielichtige Kapitän der in Argentinien gestrandeten Boeing 747

Die Hinweise verdichten sich, dass die in Argentinien gestrandete venezolanische Boeing 747 in Tat und Wahrheit Mahan Air gehört. Und dass der Kapitän mehr ist als nur Kapitän.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Seit dem 6. Juni steht die Boeing 747-300 M der venezolanischen Emtrasur Cargo am Aeropuerto Internacional Ministro Pistarini in Buenos Aires. Und sie kommt nicht von dort weg. Niemand will sie mehr auftanken, seitdem Verbindungen der Besatzung und der Fluggesellschaft zum Iran aufgedeckt wurden.

Die argentinischen Behörden halten seit der Durchsuchung des Flugzeugs fünf Iraner fest. Paraguay hatte sie zuvor gewarnt, dass sich an Bord der Boeing 747 mit dem Kennzeichen YV3531 ein hochrangiger Vertreter der berüchtigten iranischen Quds-Einheit befände. Als man die Bestätigung dafür gehabt habe, «haben wir unsere Kollegen in der Region und in anderen Teilen der Welt gewarnt», sagte Esteban Aquino, Chef des paraguayischen Geheimdienstes zur Nachrichtenagentur AFP.

Blackbox beschlagnahmt

Vergangene Woche untersuchten die argentinischen Behörden auf Anordnung eines Bundesrichters die Boeing 747 erneut. Dabei wurde auch die Blackbox beschlagnahmt, wie das Portal Infobae schreibt. So wollen die Ermittler erfahren, was im Cockpit diskutiert worden war. Denn die Boeing 747 war durch eine merkwürdige Streckenführung und das teilweise Ausschalten des Transponders aufgefallen.

Die Boeing 747-300 M trägt zwar die Farben von Conviasas neuer Frachttochter Emtrasur Cargo, doch zuvor war sie 14 Jahre lang für die iranische Mahan Air als EP-MND unterwegs. Und es gibt Hinweise, dass das faktisch auch heute noch so ist und die venezolanische Cargoairline nur als Strohfirma dient. «Das Eigentum ist bei Mahan Air geblieben, da die Conviasa sie nur geleast hat», erklärte ein Insider der Zeitung Israel Hayom.

Kapitän mit illustrer Vergangenheit

Es ist nicht das einzige Flugzeug, das Mahan Air an in- und ausländische Fluggesellschaften vermiete. Der Betrieb unter dem Namen nicht sanktionierter Fluggesellschaften helfe der iranischen Fluggesellschaft, im Ausland keine Probleme wegen den Sanktionen der USA und anderer Länder zu bekommen, so der Informant im Bericht.

Vor allem eine Person steht bei den Ermittlungen in Argentinien im Fokus, Kapitän Gholamreza Qasemi. Gemäß Israel Hayom ist er ehemaliger General der Luft- und Raumfahrtkräfte der Islamischen Revolutionsgarden. Er war auch an den Flügen von Fars Air Qeshm beteiligt, mit denen Waffen und Munition via Libanon nach Syrien transportiert worden sind.

Gesperrte Fluggesellschaft

Mahan Air bestreitet, noch Eigentümer der Boeing 747 zu sein. Die USA und andere Länder werfen der Fluggesellschaft vor, sie habe nicht nur Waffen, sondern auch Soldaten der Quds-Einheit und der Hisbollah in Kriegsgebiete im ganzen Nahen Osten geflogen. Deshalb darf sie auch in Deutschland nicht mehr landen.

Mehr zum Thema

Die neue Airline fliegt mit einem alten Flugzeug.

Das Rätsel um die venezolanische Boeing 747 in Argentinien

Airbus A340-200 von Conviasa: Die Airline aus Venezuela bekommt demnächst einen A340-300.

Venezuelas Staatsairline will mit zweitem A340 in den Iran

Die Boeing 747 von Emtrasur in Teheran.

Venezolanische Frachtairline holt sich Uralt-Jumbo aus dem Iran

ticker-lufthansa

Lufthansa setzt Iran-Flüge bis Ende März aus

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack