Boeing liefert die 787 derzeit auch langsamer aus als geplant. Das sagte Chef Kelly Ortberg diese Woche bei einer Konferenz. Ursache sind unter anderem Engpässe bei Triebwerken und Sitzsystemen sowie Verzögerungen bei der Zulassung von Kabinenausstattungen. Was wiederum Kunden auf den Plan ruft.
Boeing 777X statt Dreamliner
Emirates überlegt, ihre Bestellung über 35 Boeing 787 in Boeing 777X umzuwandeln. Das sagte Operativchef Adel Al Redha am Rande des Arabian Travel Market 2026 in Dubai, schreibt das Portal Emirates 24/7. Die Golfairline hat derzeit 20 Boeing 787-8 und 15 Boeing 787-10 bestellt. «Die Option bleibt auf dem Tisch», so der Manager in Bezug auf eine Umwandlung. Man sei mit Boeing in Gesprächen. Grund seien die Verzögerungen bei der Auslieferung der Flugzeuge.
Emirates prüfe ihre Pläne mit Blick auf Liefertermine und Kabinenausstattung, so Al Redha weiter. Das vor allem, weil die Airline schon ab Mitte kommenden Jahres mit der Auslieferung der 777X rechne. Als Ausweichmöglichkeit nennt er den Airbus A350, der bei Emirates bereits fliegt und bei Sitzkapazität und Reichweite ähnliche Werte wie die 787 biete.
Emirates will in den kommenden zwei Monaten entscheiden
Innerhalb der kommenden zwei Monate soll es laut Al Redha Klarheit geben. Emirates habe zwei Optionen. Entweder die 787 nach einem mit Boeing überarbeiteten Zeitplan abzunehmen. Oder die Bestellung ganz in zusätzliche Boeing 777X umwandeln. Bleibt es bei der 787-Order, rechnet Emirates nicht vor Ende 2029 mit den ersten Auslieferungen.
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