Ein Airbus A321 Neo: An dessen Langstreckenversion hat Easyjet kein Interesse.

Airbus-GroßkundeEasyjet-Chef: «Ich glaube nicht an Lowcost auf der Langstrecke»

Der Billigflieger erwartet in den nächsten zehn Jahren Hunderte neue Jets von Airbus. Der A321 XLR wird nicht dazukommen. Easyjet-Chef Johan Lundgren erklärt, warum.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Easyjet geht es wirtschaftlich gut. Die britische Lowcost-Airline rechnet für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Konzerngewinn vor Steuern zwischen 440 und 460 Millionen Pfund (umgerechnet 510 und 533 Millionen Euro). Erstmals schreibt die Fluggesellschaft auch an ihrer Berliner Basis Gewinne. Insgesamt hat Easyjet im Geschäftsjahr 2023 über 82 Millionen Reisende befördert. Und die Zeichen stehen auf Wachstum.

Um das zu stemmen, wird Easyjet in zwei Phasen neue Flugzeuge übernehmen. In der ersten Phase bis 2029 sind bei Airbus noch Aufträge für 158 Jets offen. Für die zweite Phase von 2029 bis 2034 hat die Fluggesellschaft 157 Flugzeuge fest bestellt und hält Optionen für bis zu 100 weiteren. Bei allen Bestellungen handelt es sich um A320 Neo und A321 Neo.

Was gegen Low-Cost-Langstrecke spricht

Anders als etwa der ungarische Billigflieger Wizzair und womöglich auch Eurowings wird Easyjet aber keine Airbus A321 XLR bestellen - das sagte Airline-Chef Johan Lundgren vergangene Woche in Berlin gegenüber aeroTELEGRAPH. «Ich glaube aus wirtschaftlichen Gründen nicht an das Geschäftsmodell Low-Cost auf der Langstrecke», erklärte Lundgren. «Je länger ein Flug dauert, desto unrentabler wird er im Low-Cost-Geschäft.»

Laut dem Easyjet-Chef kann das Geschäft auf der Langstrecke nicht funktionieren, weil bei Billigfliegern die Margen viel dünner sind und zugleich die hochpreisigen Reiseklassen fehlen, mit denen klassische Fluggesellschaften auf der Langstrecke das meiste Geld verdienen. «Wir haben keine First- oder Business-Class», betonte Lundgren.

Hoffnungsträger für mittelgroße Airports

XLR steht steht für eXtra Long Range, extra lange Reichweite. Die A321-Neo-Variante mit Zusatztank soll 8700 Kilometer weit fliegen können - wenn die zusätzlich nötig gewordenen Brandschutzmaßnahmen dies nicht noch einschränken. Der Flieger, dessen Erstauslieferung mittlerweile für 2024 geplant ist, ist in Deutschland gerade für mittelgroße Flughäfen wie Düsseldorf oder Hamburg ein Hoffnungsträger mit Blick auf neue Langstreckenrouten.

Mehr zum Thema

Easyjet-Maschine am BER: Die Low-Cost-Airline hat die richtige Flottengröße für gefunden.

Easyjet hat keine Lust auf eine weitere deutsche Basis

Flügelspitze eines Airbus A320 Neo von Easyjet: Die Airline ordert.

Easyjet bestellt bis zu 257 neue Flugzeuge bei Airbus

Airbus A321 XLR: Eurowings hat ein Auge draus geworfen.

Eurowings schielt auf Airbus A321 LR und XLR

ticker-easyjet

Easyjet verlängert Frist für Übernahmeofferten

Video

De Havilland Canada Dash 8-400 von Air Uniqon: Die Flüge werden von Avanti Air durchgeführt.
Die Erwartungen waren groß, die Nachfrage offenbar zu klein. Air Uniqon hat ihre Verbindung zwischen Friedrichshafen und Düsseldorf nach gut einem halben Jahr eingestellt. Für die virtuelle deutsche Airline wird nun der Winter zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack