Winglet eines Airbus A350 von Cathay Pacific: Die Airline baut die Flotte aus.

Nun auch zurück in ZürichCathay erstaunt, wie schnell Europa-Nachfrage zurückkehrt

Mit Zürich nimmt die Fluglinie aus Hongkong die letzte Europa-Destination wieder auf. Die Flüge sind bereits für viele Wochen ausgebucht. Das künftige Wachstum sieht Cathay Pacific aber in Asien.

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Die Pandemie hat vieles verändert. Auch Bei Cathay Pacific. «Während der Corona-Krise hielt uns das Frachtgeschäft am Leben», sagt Kinto Chan, Europa-Chef der Fluggesellschaft aus Hongkong. So sei man auch ohne Fluggäste sehr oft nach Frankfurt geflogen, weil es genug Cargo-Nachfrage gegeben habe.

Diese Effekte halten mitunter bis heute an. «Vor der Pandemie hatten wir auf unseren Zürich-Flügen im Durchschnitt ungefähr zehn Tonnen Fracht an Bord», so Chan. Am 2. Dezember nimmt Cathay die Verbindung wieder als Passagierflug auf - vorerst mit zwei wöchentlichen Frequenzen. «Jetzt laden wir bis zu doppelt so viel Cargo.»

Neue Chancen bei der Fracht

Kein Wunder, will Cathay die Frachtflotte erneuern und ausbauen. Das Management spricht aktuell mit Airbus und Boeing über eine Bestellung von neuen Jets. Dabei schaut es sich den A350 F sowie die 777 F und die 777-8 F an.

Nicht nur die Frachtflotte will Cathay Pacific ausbauen. Die Gruppe, zu der auch die Billigairline HK Express gehört, sieht auch einen Bedarf für weitere Kurz- und Langstreckenflugzeuge und spricht auch darüber mit Airbus und Boeing. «Das Management steht in harten Verhandlungen», so Chan. Aktuell habe man noch genug Flugzeuge. Dabei gehe es um den Bedarf ab 2024 oder 2025 .

Neue Jets von Airbus oder Boeing

Das meiste Wachstum sieht Chan in Zukunft denn auch vor allem in Asien. «Von Hongkong aus lassen sich alle asiatischen Ziele in maximal fünf Stunden erreichen», so der Manager. Diesen Standortvorteil wolle man nutzen. Dabei helfe auch, dass der Flughafen der ehemaligen britischen Kronkolonie jetzt eine dritte Piste besitze. Für diese Wachstumschancen wolle man mit den zusätzlichen Flugzeugen gewappnet sein.

Das heißt indes nicht, dass das Langstreckengeschäft nicht mehr wichtig ist, Ganz im Gegenteil. Zürich ist nach Amsterdam, Barcelona, Frankfurt, London, Madrid, Mailand, Manchester, Rom und Paris die letzte der zehn Europa-Ziele, das Cathay wieder aufgenommen hat. Die Reaktion der Kundinnen und Kunden sei sehr gut, so Chan. «Unsere neuen Flüge im Dezember sind zu 98 Prozent ausverkauft» sagt der Manager.

Wien bisher zu wenig attraktiv

Was man in der Schweiz beobachte, sehe man auch anderswo in Europa. «Noch im Herbst flogen wir ein Mal pro Woche nach Frankfurt», erzählt Europa-Chef Chan. Jetzt seien es vier wöchentliche Flüge. «Und ab Januar schon wieder sechs.» Das Tempo der Erholung sei «absolut erstaunlich».

Österreich steuert Cathay Pacific bisher nicht an. Man habe Flüge nach Wien immer wieder durchgerechnet, erzählt Chan. «Aber es rechnet sich einfach nicht», so der Europa-Chef. In Frankfurt und Zürich gebe es aufgrund von wirtschaftlichen Verflechtungen eine gute Grundauslastung mit Geschäftsleuten, das fehle in der österreichischen Metropole.

Vieles hat sich geändert

Wien würde als saisonale Route funktionieren, so Chan weiter. Das sei aber etwas, was Cathay bisher nicht gemacht habe. Doch die Pandemie habe ja gezeigt: Was einst gegolten habe, gelte nicht mehr unbedingt für immer.

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