Airbus A320 von Austrian Airlines: Die Fluglinie will die Wizz-Air- und Ryanair-Lücke schließen.

Reaktion auf Abbau von Wizz Air und RyanairAustrian Airlines baut aus und holt sich dafür zwei zusätzliche Airbus A220 von Air Baltic

Wizz Air und Ryanair schrumpfen in Wien. Davon will die österreichische Nationalairline profitieren. Austrian Airlines holt sich dazu zwei zusätzliche Airbus A220 von Air Baltic. Damit will sie weitere Ziele ansteuern und Frequenzen ausbauen.

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So richtig gut lief es bei Austrian Airlines diesen Sommer nicht. Von Juli bis September nahm die Lufthansa-Tochter vier Prozent weniger ein als vor einem Jahr. Die geopolitischen Spannungen im wichtigen Markt Naher Osten und die schwache Konjunktur in Deutschland waren schuld daran. Das drückte aufs Ergebnis. AUA erwartet zwar fürs Gesamtjahr weiterhin schwarze Zahlen. Doch der Gewinn werde nicht so hoch ausfallen, dass man die Investitionen daraus finanzieren könne, kommentiert Chefin Annette Mann.

Das ist ungünstig, da Austrian Airlines gerade jetzt Schub geben müsste. Wizz Air zieht bis Mitte März 2026 ihre fünf in Wien stationierten Flugzeuge schrittweise ab und verlegt sie zu anderen europäische Basen. Ihr Angebot in der österreichischen Hauptstadt sinkt dadurch auf ein Minimum. Und auch Ryanair schrumpft in der Alpenrepublik. Die Iren ziehen fünf der 19 in Wien stationierten Flugzeuge ab und streichen Strecken und Frequenzen. Die Lücke könnte Marktführerin AUA füllen.

Sechs Airbus A220 von Air Baltic fliegen für Austrian Airlines

Und das will die österreichische Lufthansa-Tochter auch versuchen. Man wolle das Streckennetz im Sommer 2026 «leicht ausweiten», erklärt sie. Da sie ihre eigene Flotte nicht vergrößern kann, holt sie sich Hilfe von einem Wet-Lease-Partner. Austrian Airlines sichert sich die zusätzliche Kapazität von zwei Airbus A220 von Air Baltic inklusive Crews. Die zusätzlichen Flugzeuge der Letten werden ab dem Sommerflugplan 2026 eingesetzt.

Air Baltic wird damit in den nachfragestarken heißen Monaten gleich mit sechs Jets für Austrian Airlines fliegen - statt vier wie bisher geplant. Bereits früher war geworden, dass die österreichische Nationalairline auch zwei Embraer E195 von Air Dolomiti mitsamt Crews für die wichtigste Saison anmieten wird.

AUA-Chefin: «Klares Bekenntnis zum Standort Wien»

Welche neuen Ziele sie mit den zusätzlichen Fliegern neu aufnehmen und wo sie ihre Frequenzen erhöhen wird, verrät die Fluggesellschaft noch nicht. Das werde man Anfang November bekannt geben, erklärt Austrian Airlines. «Wir wollen mit diesem Schritt unser klares Bekenntnis zum Standort Wien unterstreichen», so AUA-Chefin Annette Mann.

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