Heck eines Air-Madagascar-Fliegers: Ein neuer, ähnlicher Name soll her.

RestrukturierungAir Madagascar wird in Madagascar Airlines verwandelt

Die angeschlagene Fluglinie aus Madagaskar wird mit ihre Regionaltochter Tsaradia zusammengelegt. Dabei bekommt Air Madagascar einen neuen Namen. Und sie will Boeing 787 fliegen.

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Manchmal ist es verwirrend. In der Demokratischen Republik Kongo will die Regierung neben Congo Airways Air Congo gründen. Auf Malta fliegt nicht mehr nur die staatliche Fluggesellschaft Air Malta, sondern mit staatlicher Unterstützung seit 2019 auch die Ryanair-Tochter Malta Air.

Auf Madagascar steht nun ein Wechsel bevor, der ebenfalls manchen verwirren könnte. Aber zumindest besteht keine Gefahr, dass zwei Airlines mit ähnlichem Namen zur selben Zeit existieren. Denn Air Madagascar soll umbenannt werden in Madagascar Airlines, wie die Zeitung L’ Express de Madagascar berichtet.

Boeing 787 und Embraer E190 im Wetlease

Der Hintergrund: Die staatliche Air Madagascar, die schon vor Covid-19 wirtschaftlich nicht gut da stand, wurde von der Pandemie hart getroffen. Kürzlich stellte die Regierung sie unter Gläubigerschutz. Nun soll sie zur Restruktruierung mit ihrer Inlandstochter Tsaradia zusammengelegt werden und und künftig Madagascar Airlines heißen.

Geplant ist, im Wet-Lease eine Embraer E190 anzuschaffen sowie schnell auch eine Boeing 787. Der Dreamliner soll Flüge nach Paris durchführen, sobald Madagaskar am 6. November die Grenzen wieder öffnet. Ein Rechtsstreit über zwei von Air France geleaste Airbus A340 soll der Zeitung zufolge beigelegt und die beiden Jets wieder genutzt werden. Wie die Pläne für ATR 72 von Air Madagascar und Tsaradia aussehen, ist nicht klar. Ihre letzte Boeing 737 hatte die Fluggesellschaft im Mai aussortiert.

«Exorbitante Leasingkosten»

Mitte Oktober bezifferte die Regierung von Madagaskar die Schulden von Air Madagascar auf 72 Millionen Dollar. Sie macht dafür unter anderem «exorbitante Leasingkosten» für ATR 72 verantwortlich, die an die einstige Partnerin Air Austral flossen. D habe damals doppelt so viel bezahlt wie am Markt üblich, so die Regierung.

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